Weltbank-Studie
Singapur lockt Firmen mit dem besten Geschäftsklima

Singapur, Hongkong, Neuseeland - nirgendwo sonst auf der Welt treffen Unternehmen einer Studie zufolge auf bessere Bedingungen. Deutschland landet in der jüngsten Untersuchung der Weltbank zum Geschäftsklima in 183 Ländern auf einem soliden 22. Platz, hinter Malaysia und vor Litauen. In der Untersuchung ein Jahr zuvor gab es für Deutschland Platz 21.
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HB WASHINGTON. Die größten Fortschritte, Unternehmern das Leben etwa bei Neugründung oder Steuern zu erleichtern, erzielte aber Kasachstan, heißt es in der am Mittwoch in Washington veröffentlichten Untersuchung der multilateralen Entwicklungshilfeorganisation. Der südostasiatische Stadtstaat Singapur konnte seinen Spitzenplatz im fünften Jahr in Folge verteidigen. Nach Hongkong und Neuseeland auf den folgenden Plätzen finden Unternehmer nach der Untersuchung (Doing Business 2011) in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten die besten Geschäftsbedingungen vor. Auf dem 183. und damit letzten Platz der Studie landete der Tschad in Zentralafrika.

Allerdings: Von den 30 Ländern, in denen es im vergangenen Jahr die meisten Verbesserungen gab, liegen ein Drittel in Afrika. Und das Reformtempo scheint in Schwellen- und Entwicklungsländern zuzunehmen: Im Untersuchungszeitraum zwischen Juni 2009 und Mai 2010 gab es in zwei Drittel dieser Länder Regulierungsreformen zugunsten von Unternehmen. Sechs Jahr zuvor war dies lediglich in jedem dritten Land der Fall. Nach der Studie setzten die Behörden in 117 Ländern insgesamt 216 Reformen von Regularien und Richtlinien um, damit es Unternehmer leichter haben, Betriebe zu gründen, um die öffentliche Transparenz zu verbessern, Eigentumsrechte zu stärken oder die Effizienz des jeweiligen Rechtssystem auszubauen.

"Weltweit ergreifen Regierungen beständig Maßnahmen, um lokalen Unternehmern mehr Möglichkeiten zu eröffnen", sagt Neil Gregory, Amtierender Leiter der Weltbank- Abteilung für globale Analysen und Indikatoren. Trotz aller Fortschritte in armen Staaten haben es Firmen aber in den reichen Nationen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am leichtesten. Dagegen ist die Lage für Unternehmer in Staaten südlich der Sahara und in Südasien am härtesten und der Schutz von Eigentumsrechten am schlechtesten, heißt es in der Studie.

Für die Studien werden die Regularien analysiert, mit denen Unternehmen im täglichen Leben konfrontiert werden, wie etwa bei der Neugründung, Steuern, Anträgen auf Kredite oder beim internationalen Handel. Nicht in die Untersuchung fließen etwa Korruption oder die makroökonomische Stabilität eines Landes ein.

Kommentare zu " Weltbank-Studie: Singapur lockt Firmen mit dem besten Geschäftsklima"

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  • Kein Wunder,

    es geht ja auch nur meistens ums liebe Geld.

    Und das ist dort a) niedrig versteuert und b) sehr gut verborgen.

    Wäre das nicht gegeben, wäre es garnicht so attraktiv.

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