Weltbankbericht
Schwellenländer tragen immer mehr zur Weltwirtschaft bei

Der Beitrag von Schwellen- und Entwicklungsländern an der weltweiten Wirtschaftsleistung wird immer größer. Laut dem aktuellen Weltentwicklungsbericht der Weltbank sind fünf der zwölf größten Volkswirtschaften inzwischen Schwellenländer.

HB WASHINGTON. Der Beitrag von Schwellen- und Entwicklungsländern an der weltweiten Wirtschaftsleistung wird der Weltbank zufolge immer größer. Ihr Anteil sei mittlerweile auf 41 Prozent gestiegen, nach 36 Prozent im Jahr 2000, heißt es im jüngsten Weltentwicklungsbericht der Weltbank, der am Freitag in Washington vorgelegt wurde. Fünf der zwölf größten Volkswirtschaften seien inzwischen Schwellenländer.

Die gesamte Wirtschaftsleistung der Welt bezifferte der Report mit 59 Billionen US-Dollar (37 Billionen Euro) 2006. Größte Volkswirtschaft der Welt sei weiterhin mit weitem Abstand die USA, gefolgt von China, Japan und Deutschland.

„Entwicklungs- und Schwellenländer werden rapide zu einem bedeutsamen Teil der Weltwirtschaft“, sagte der Chefökonom der multilateralen Entwicklungshilfeorganisation, Alan Gelb. Durch den wirtschaftlichen Aufstieg dieser Staaten wachse jedoch auch deren Bevölkerung und nehme ihr Energieverbrauch zu. Gelb forderte die Industrieländer auf, mehr Geld zur Verfügung zu stellen, um die Folgen des Klimawandels für diese Länder abzumildern.

Fünftgrößte Volkswirtschaft der Erde ist der Studie zufolge Indien, gefolgt von Großbritannien und Frankreich. Dahinter rangieren Russland, Italien und Brasilien. Die Schwellenländer haben in den vergangenen Jahren wegen ihres größeren wirtschaftlichen Gewichts immer stärker auf mehr Mitsprache bei Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) gepocht. Der Exekutivrat des IWF beschloss unlängst eine entsprechende Umverteilung.

Weltbank und Weltwährungsfonds veranstalten an diesem Wochenende in der US-Hauptstadt ihre traditionelle Frühjahrstagung. Im Zentrum der Gespräche stehen neben den Turbulenzen an den Finanzmärkten auch die Folgen der explodierenden Nahrungsmittelpreise, die Hilfen für arme Länder sowie Reformprojekte von IWF und Weltbank.

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