Weltbankpräsident fordert
Europa muss seine Wirtschaft umstrukturieren

Weltbankpräsident Robert Zoellick fordert von den Europäern, ihre Wirtschaft umzustrukturieren. So soll das Vertrauen der Märkte wiederhergestellt werden. Zoellick sieht die Weltwirtschaft in „einer neuen Gefahrenzone“.
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CanberraWeltbankpräsident Robert Zoellick sieht die Weltwirtschaft in „einer neuen Gefahrenzone“. Zoellick erklärte in Canberra, die europäischen Regierungen müssten ihre Wirtschaft umstrukturieren, um das Vertrauen der Märkte wiederherzustellen. Die Schuldenkrise in Europa und der Streit um die Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA hätten „eine Welle der Sorge und Unsicherheit“ über die Märkte gebracht.

Er glaube, dass die Weltwirtschaft deshalb in den vergangenen Wochen in „eine neue Gefahrenzone“ geraten sei, sagte Zoellick in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem australischen Finanzminister Wayne Swan. Die Frage werde jetzt sein, ob sich das auch auf das Vertrauen der Verbraucher und der Unternehmen auswirke. Zoellick begrüßte es zwar, dass die Europäische Zentralbank spanische und italienische Staatsanleihen aufgekauft habe. Damit werde aber nicht das grundlegende Problem der hohen Schulden beseitigt, erklärte er.

Der Weltbankpräsident warnte zugleich vor den hohen globalen Lebensmittelpreisen. Im Jahresvergleich habe der entsprechende Index im Juli um 33 Prozent zugelegt, erklärte Zoellick. Besonders die Mais- und Zuckerpreise seien stark gestiegen. Gleichzeitig seien die Lagerbestände alarmierend niedrig, trotz guter Weizen-Ernten in den USA und Europa.

„Anhaltend hohe Lebensmittelpreise und niedrige Vorräte weisen darauf hin, dass wir uns noch in der Gefahrenzone befinden“, sagte Zoellick. Bedroht seien insbesondere die Ärmsten.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Weltbankpräsident fordert: Europa muss seine Wirtschaft umstrukturieren"

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  • Am deutschen Wesen, soll die Welt genesen. Das war die alte Welt!
    Die neue Welt sieht anders aus.
    Ein Paradigmenwechsel steht ins Haus! Auf dieser Schiene kann das Volk der Dichter und Denker seinen Beitrag leisten und die Neue Demokratie einführen! Warum nicht? Um sich in dem Weltgetümmel einen Platz zu erobern reicht es nicht allein Exportweltmeister zu sein, sondern man muß auch die beste Demkratie haben, damit für den Standort Deutschland, in der Qualität, nachhaltig optiert wird. Wir haben die betriebliche Mitbestimmung, hohe Anforderungen zum Umweltschutz, Talente im Ingenieurswesen, etc. Fehlt die Demokratie neu auf Gleis zu setzen und die politische Mitbestimmung zu lancieren. Direkte, qualifizierte Demokratie, als Modell. Ein Vorbild der Freiheit und bürgerlichen Verantwortlichkeit! Wir sind von Diktaturen umzingelt. Rußland, China, Arabien, Afrika, USA, Südamerika
    Eurokraten. Die echte, direkte Demokratie ist eine Marktlücke! Projekt: globalvoter.org, wie wärs. Deutschland AG!?

  • Genau, nehmt Euch ein Beispiel an den Deutschen. Die sind so gut, die bezahlen sogar die Schulden aller anderen Europäer, damit es den AMI-Banken weiter gut geht...


  • Lieber Zoellick, fang mal in deinem Heimatland an und fordere einen produzierenden Sektor ein. Mit Made in China Vertriebsprodukten für euere Konsummuellhalde, noch dazu mit Krediten finanziert, kommt ihr nimmermehr auf die Beine.
    Die US Boys leben halt in einer anderen Welt.....
    Nehmt euch, wie Obama treffend bemerkte, mal ein Beispiel an den Deutschen. Schafft produkive Arbeitsplätze im Land, nicht Finanzen und Dienstleistungen.

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