Weltkonjunkturbericht
USA bleiben wichtigster außereuropäischer Markt

Deutschlands wichtigster Absatzmarkt außerhalb Europas bleiben die USA. Vor allem deutsche Autos sind nach wie vor sehr gefragt in Übersee: Deutsche Hersteller haben in den USA einen Marktanteil von rund zwölf Prozent.
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DüsseldorfDie USA behaupten sich in diesem und auch dem kommenden Jahr als der wichtigste Absatzmarkt außerhalb Europas für deutsche Exporteure – und liegen damit trotz der schwachen Konjunkturentwicklung weiter vor China. Das geht aus dem Weltkonjunkturbericht 2012/13 der Deutschen Auslandshandelskammern (AHK) hervor, der dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Er basiert auf Einschätzungen von weltweit rund 120 AHK-Experten.  Der mit Abstand wichtigste deutsche Exportmarkt bleibe Frankreich mit einem Absatzvolumen von mehr als hundert Milliarden Euro pro Jahr. 

Dass die USA ihren Spitzenplatz verteidigen werden, erklären die AHK-Experten mit einem unerwartet starken Exportwachstum. „Nachgefragt werden vor allem deutsche Autos“, heißt es.  Deutsche Autohersteller haben in den USA einen Marktanteil von rund zwölf Prozent.

China, einer der größten Hoffnungsträger für deutsche Exporteure, hat dem AHK-Bericht zufolge allerdings „erste Risse“ bekommen, nachdem er in der letzten Dekade mit rasanten Wachstumsraten geglänzt hatte. Bereits im zweiten Halbjahr rechnen die AHKs aber wieder mit einer Beschleunigung.

Die Regierung habe ihre Ziele erreicht und durch eine straffere Geldpolitik und Regulierungen die Immobilienpreisblasen eingedämmt und die Inflation in den Griff bekommen. Nun habe die Zentralbank die sich eröffnenden Spielräume genutzt, um Zinsen und Mindestreservesätze zu senken.

Insgesamt erwarten die AHKs ein Exportwachstum für deutsche Hersteller von mehr als zehn Prozent in 2012 und 2013. Dabei profitierten sie von einer veränderten Wachstumsstruktur Chinas: Dass mittel- und langfristig der Konsum zu einer treibenden Kraft werden solle, eröffne Absatzchancen.

„Hochwertige Konsumgüter werden neben den Exportschlagern wie Maschinen und Fahrzeugen im Kurs stehen“, schreiben sie. Die Hürden für deutsche Unternehmen in China verschweigt der Bericht allerdings auch nicht: das Finden, Qualifizieren und Halten von Fachkräften, bürokratische Hindernisse, Korruption und einen erschwerten Zugang zu öffentlichen Aufträgen.

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