Weltwirtschaft 2007
Weber und Steinbrück warnen vor Wachstums-Riskien

Zuversicht und Warnung zugleich: Die Weltwirtschaft befindet sich nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Axel Weber und Finanzminister Peer Steinbrück in einer anhaltenden und kräftigen Wachstumsphase. Allerdings bestehe vor allem ein Riskio für eine Fortsetzung der Expansion.

HB ESSEN. „Wir haben nach wie vor Risiken in der Weltwirtschaft“, sagte vor Beginn des Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrieländer (G-7) in Essen. „Der größte Risikofaktor für die Wirtschaftsentwicklung ist die Ölpreisentwicklung.“ Trotzdem dürfte die Weltwirtschaft seiner Ansicht nach auch 2007 um rund fünf Prozent wachsen.

Weber hob hervor, dass die Antriebskräfte der Weltwirtschaft sich verschoben hätten. Deutschland und Europa trügen zunehmend mehr zum Wachstum bei. Er rechne sogar damit, dass für Europa und Deutschland die Binnennachfrage im nächsten Jahr nicht nur der dominante Faktor sein werde, sondern noch weiter vorankomme.

Steinbrück kündigte zudem an, dass die G-7-Runde über Wechselkurse sprechen wird. Näher erläutern wollte er dies aber nicht. Auf die Frage, ob der schwache japanische Yen der deutschen Exportwirtschaft geschadet habe, sagte Steinbrück Reuters-TV: „Nein, das denke ich nicht“. Er verwies dabei auf den hohen Ausfuhrüberschuss Deutschlands.

„Wir sind, glaube ich, in einer Situation ..., dass die Weltkonjunktur sich in einer sehr guten Lage befindet“, sagte Steinbrück. „Wir haben seit fünf Jahren keine Finanzkrise mehr gehabt“, betonte der Finanzminister. Die Voraussetzungen für eine weitere Aufwärtsentwicklung seien gut.

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