Weltwirtschaft
IWF will Konjunkturprognose senken

Aufgrund der schwachen Entwicklung der Weltkonjunktur wird der Fonds seinen Ausblick voraussichtlich herabsetzen. Eine neue Rezession in den USA erwartet der IWF jedoch nicht.
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Washington/New YorkDer Internationale Währungsfonds wird seine Prognosen für die Weltwirtschaft nach eigenen Angaben wahrscheinlich Ende Januar herunterschrauben. Die Erholung der Konjunktur verlaufe unausgeglichen und holprig, sagte ein IWF-Sprecher am Donnerstag in Washington. Zudem trügen die Marktturbulenzen zur Unsicherheit bei. Allerdings rechne der IWF nicht damit, dass die führende Volkswirtschaft USA erneut in die Rezession abgleite.

Im Hinblick auf die Schuldenkrise erklärte der IWF, dass die Führung des Gremiums am Montag über die Freigabe der nächsten Kredittranche für Griechenland beraten wolle. Eine Delegation des IWF werde zwischen dem 12. und 16. Dezember in Griechenland mit der Regierung des Landes sprechen. Die Finanzminister der Euro-Zone hatten die seit zwei Monaten auf Eis liegende Tranche über acht Milliarden Euro am Dienstag freigegeben.

Die Vereinten Nationen haben ihre Prognosen für globales Wirtschaftswachstums bereits jetzt nach unten korrigiert und erklärt, die Welt stehe vor der Gefahr einer neuen Rezession. In dem vorgestellten Bericht zur Lage der Weltwirtschaft und den Aussichten für 2012 gehen die UN in ihrem optimistischen Szenario von einem Wachstum von 2,6 Prozent aus. Im pessimistischen Szenario sind es nur 0,5 Prozent.

Das ist deutlich unter der im Mai vorgestellten Prognose eines globalen Wirtschaftswachstums von 3,6 Prozent im kommenden Jahr. Die Erholung in den vergangenen beiden Jahren von der letzten Rezession sei kraftlos gewesen, und nun stehe die Welt wieder vor einem großen Abschwung: „Das Risiko einer Doppelrezession ist größer geworden.“

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  • Teil II
    Mit unserem kreditfinanziertem Exportboom in die Eurozone ist es zu Ende. Die Looser in Europa sind die stupid Germans. Politisch gewollt. Die Euroeinführung war politisch, nicht ökonomisch gewollt, ein Zugeständnis an Frankreich für die Zustimmung zur Deutschen Einheit. Frankreich hatte Angst vor der Wirtschaftskraft eines vereinten Deutschlands. Jetzt sind wir gleich doppelt bestraft. Griechenland in der dritten Potenz haben wir bereits seit 21 Jahren direkt vor unserer Haustüre – und kein bisschen daraus gelernt. Die einen malochen und die anderen geben die Milliarden mit vollen Händen illegal für den privaten Konsum aus. So macht die deutsche Einheit richtig Spaß. Die PIIG(F)S haben eigentlich nur das Subventionsmodell DDR übernommen. Man kann den Jungs nicht mal böse sein. Hier sind sie so kreativ, wie es eigentlich beim Aufbau einer funktionierenden Wirtschaft erforderlich wäre. Doch das dauert alles so lange .... und ist viel anstrengender. Geschenktes Geld ausgeben ist auch lange nicht so anstrengend, als es selbst verdienen zu müssen. Politisch toleriert in der Wahnvorstellung, die Vereinigten Staaten von Europa zu schaffen. Man hat nur übersehen, dass man das Pferd von hinten aufgezäumt hat. Ein tödlicher Fehler, der ganz Europa ins Unheil stürzen wird, wenn nix mehr zum Verschenken da ist.
    Nur durch ein Reset im Finanzsystem und einem Trennbankensystem haben die westl. Ind.staaten eine Chance auf einen Wohlstand, der vielleicht halb so hoch ist wie heute. Wo ist da das Problem? Eine gesättigte Gesellschaft und die demografische Entwicklung zeigt die Grenzen unseres Wirtschaftsmodells auf, das auf Wachstum aufgebaut ist.
    Sparpakete und Schuldenabbau in den erforderlichen Dimensionen hätten ein jahrzehntelanges Siechtum zur Folge – mit sozialen Unruhen.

  • Die größte Krise seit der großen Depression, entstanden durch Leben auf Pump, wurde mit noch mehr Schulden bekämpft. In den letzten 3 Jahren haben die Staaten weltweit ca. 32,5 Bio. $ aufgewendet, um die Bankster zu retten und um einen selbsttragenden Aufschwung auszulösen. Beides ist gründlich in die Hosen gegangen. Die Bankster sind immer noch so pleite wie anno 2007 und sämtliche Konjunkturstrohfeuerpakete sind wirkungslos verpufft, ohne den gewünschten Erfolg.
    Jetzt sind fast alle westl. Ind.staaten pleite, noch mehr pleite geht nicht mehr. Wegbrechende Steuereinnahmen prallen auf explodierende Ausgaben für Zinsen und Soziales. Die öffentliche Ordnung wird nur noch durch die Druckerpressen/Computer der Zentralbanken am Leben erhalten, um das Armageddon noch a bissl rauszuschieben. Vielleicht 1 Monat, vielleicht 1 Jahr, aber viel länger ganz sicher nicht. Spätestens beim Einsetzen einer Ketchup-Inflation wachen auch die stupid Germans auf.

    In China crasht der Immobilienmarkt, der dem Westen Aufträge verschaffte, vor allem aber uns in DE die Krise fast ungeschminkt überstehen lies. Diese Erfolgsgeschichte ist nun auch zu Ende.
    Unser erträumter Aufschwung – eine Fata-Morgana

    Sparpakete sind ein Ausweg aus dieser Misere. Doch mit diesen gigantischen Schulden am Hals wird jeglicher Aufschwung der Realwirtschaft bereits im Keim erstickt. Frankreich traut sich nicht mal an die erforderlichen Reformen, um dringendst erforderliche Sparprogramme umzusetzen, aus Angst vor den Wahlen im Frühjahr. So lange Mutti die Sparguthaben der Arbeiter und der Mittelschicht in den PIIG(F)S verteilt, wird jegliche Reform zunichte gemacht. Und wenn die stupid Germans sich nicht länger ausnehmen lassen und sich der Ausplünderung des Volkes widersetzen, dann ist es auch mit dem Euro vorbei. Jetzt stopft sich jeder noch schnell die Taschen voll, in weiser Voraussicht ....

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