Weltwirtschaft soll um 4,2 Prozent wachsen: IWF senkt offenbar die Wachstumsprognose

Weltwirtschaft soll um 4,2 Prozent wachsen
IWF senkt offenbar die Wachstumsprognose

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird G-7-Kreisen zufolge seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft für dieses und das nächste Jahr weniger als von vielen Experten erwartet um 0,1 Prozentpunkte senken.

HB LONDON. Für die Europäische Union (EU) falle die Rücknahme der Prognose deutlicher aus. In der EU erwarte der IWF 2005 einen Rückgang des Wachstums um 0,3 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent und ein weiteres Minus von 0,2 Prozentpunkten im kommenden Jahr, hieß es am Donnerstag in London aus Kreisen der sieben führenden Industriestaaten (G-7).

Deren Finanzminister wollen am Freitag und Samstag in der britischen Hauptstadt über die Weltwirtschaft beraten. Nach der Schätzung des IWF werde die Weltwirtschaft in diesem Jahr und im nächsten Jahr um 4,2 Prozent wachsen, entgegen früherer Voraussagen von jeweils 4,3 Prozent, hieß es in den Kreisen. Damit nehme die globale Expansion der Wirtschaft zwar deutlich gegenüber den fünf Prozent im vorigen Jahr ab, liege aber um mehr als einen halben Punkt über der durchschnittlichen Wachstumsrate der vergangenen 20 Jahre. Von Reuters befragte Volkswirte haben für 2005 und 2006 im Schnitt ein Wachstum 3,8 Prozent vorausgesagt.

Für die G-7-Staaten rechnet der IWF den Kreisen zufolge mit einer Verlangsamung des Wachstums in diesem Jahr um 0,2 Prozentpunkte und im nächsten Jahr um 0,1 Prozentpunkte. In seinem im September veröffentlichten Ausblick hatte der Fonds keine Prognose für die G-7 sondern für alle großen Industrieländer vorgelegt. Darin war von einer wirtschaftlichen Expansion mit Raten von 2,9 Prozent im laufenden und 3,0 Prozent im kommenden Jahr ausgegangen.

Nach Angaben aus G-7-Kreisen werden bei den Beratungen der Finanzminister am Wochenende die Wechselkurse keine große Rolle spielen. Die Gruppe sehe die Stärke des Euro zum Dollar nicht mehr als Besorgnis erregend und wachstumsschädlich. Am Donnerstagabend notierte der Euro mit Kursen um 1,2960 Dollar nach einem Allzeithoch über 1,36 Dollar Ende 2004. Auf der Tagesordnung werde unter anderem der britische Vorschlag stehen, Gold aus den Reserven des IWF zur Entschuldung der ärmsten Entwicklungsländer zu verkaufen. Zur G-7 gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die USA, Japan und Kanada.

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