Weltwirtschaftsausblick: IWF prophezeit Deutschland Dauerwachstum

Weltwirtschaftsausblick
IWF prophezeit Deutschland Dauerwachstum

Die deutsche Wirtschaft boomt – und wird, so die Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF), auch nächstes Jahr weiter wachsen. Deutschland gehört demnach zur Spitzengruppe der großen Industrieländer. Dennoch läuft in den Unternehmen nicht alles rund.
  • 31

HB HAMBURG/BERLIN/MÜNCHEN. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt Deutschland in seinem neuen Weltwirtschaftsausblick für dieses und nächstes Jahr offenbar ein anhaltend robustes Wachstum voraus. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Samstag berichtete, wird die deutsche Wirtschaft 2010 um 3,3 Prozent zulegen, 2011 soll das Wachstum bei zwei Prozent liegen. Damit gehöre Deutschland zur Spitzengruppe der großen Industrieländer.

Im Juli hatten die IWF-Experten für 2010 noch ein Plus von nur 1,4 Prozent vorausgesagt. Ursache für die erfreuliche Entwicklung ist neben dem Exporterfolg deutscher Unternehmen auch die anziehende Binnennachfrage. Laut „Spiegel“ stellen die IWF-Fachleute in dem als “streng vertraulich“ eingestuften Weltwirtschaftsausblick fest, dass auch die Investitionen der Unternehmen und der Konsum der Bevölkerung zur Konjunkturerholung in Deutschland beitragen. Der Bericht wird Anfang Oktober veröffentlicht.

Noch optimistischer ist Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn, der Deutschland vor einem länger anhaltenden Boom sieht. "Über die nächsten zehn bis 15 Jahre wird das Geld wieder stärker in Deutschland investiert", sagte der Präsident des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung beim Außenwirtschaftstag der Industrie- und Handelskammern NRW vergangene Woche in Münster. Es sei mit höheren Lohnsteigerungen und einem kräftigen Aufschwung am Bau zu rechnen. Das zeigten neueste Umfragen.

Tatsächlich bescherte das Auslaufen der Kurzarbeit und die geringe Inflation den Arbeitnehmern in Deutschland deutliche Einkommenszuwächse. Preisbereinigt stiegen die Löhne im zweiten Quartal um 2,3 Prozent verglichen mit dem Vorjahr, das zeigen die aktuellsten Zahlen das Statistische Bundesamt.

Das ist der höchste Anstieg seit Beginn der Berechnungen 2007. Von April bis Juni kletterten die Bruttomonatsverdienste um 3,4 Prozent. Davon zehrte die Teuerung etwa ein Drittel auf: Die Lebenshaltungskosten stiegen um 1,1 Prozent. Über besonders hohe Lohnzuwächse konnten sich die Beschäftigten bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern freuen, deren Bruttogehälter um 7,4 Prozent zulegten.

Seite 1:

IWF prophezeit Deutschland Dauerwachstum

Seite 2:

Kommentare zu " Weltwirtschaftsausblick: IWF prophezeit Deutschland Dauerwachstum"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Es ist doch immer wieder schon, von diesem Schwätzer Sinn zu hören. Seit Jahren verkündet er immer den gleichen Sermon. Mal so oder mal so, grad wie es die politische Klasse erwartet.

    ..."inzwischen fehlen der Wirtschaft rund 400 000 ingenieure, Meister und gut ausgebildete Facharbeiter“, sagte DiHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann"

    Ja meine liebe Herre Driftmann, hätte die Wirtschaft nicht vor gut 20 Jahren aufgehört auszubilden, hätten sie nicht vor Jahren jeden Studienabgänger nur als unbezahlten Praktikanten eingestellt, hätten Sie nicht diese verlogene Frühverrentung für Altere vorgenommen -angeblich um Junge einzustellen wasman aber gar nicht getan hat- die Firmen hätten Fachkräfte über Fachkräfte.
    Und dass die Schulen ncihts mehr taugen, weil die grünen Sozialisten und Deutschfeinde das Niveau immer tiefer setzten, dann müßte die Wirschaft sich heute nicht über ausbildugnsunfähige Jugendliche beklagen. Wo waren denn da die warnenden Stimmen über die schlechte Ausbildung in den Schulen?
    Diesen Herren alle wie Sie da sind, sollte man mit dem baseballschläger mal eine Abreibung verpassen (Verzeihung Redaktion, aber das muß mal raus)
    Jahr für Jahr verlassen ca. 160.000 Deutsche das Land, das sind genau die, die die Wirtschaft sucht. Holt sie Euch zurück mit Prämienanreizen.

    Wenn ein ing. mit 40 oder Mitte 40 arbeitslos wird, bekommt er von der bA keine neuen Job in seinem beruf, nein, er wird sofort weiter gereicht an private Arbeitsvermittler (kostet ca. 3000 €) oder an Leiharbeitsfirmen und wird dann irgendwo zum arbeiten hingestekckt, die mit seinem berfuf nichts zu tun haben.

    Durch Detuschland müßte ein Tsunami fahren, ungeahnten Ausmaßes undd er Haupteinschlag muß im Reichstag erfolgen.
    Nur mit Gewalt werden diesen Fiolz und diese Corrption in unserem Land auflösen können.
    Wenn ich die Zeitngen von nur einer Woch lese, dann ist ein Krimi von Ken Follet eine sanfte bettlektüre
    Das Schlimme aber daran ist, dass es hausgemachte Probleme sind, die man -wenn man denn wollte- in Null Komma Nix beseitigen könnte

  • Nicht dauernd nur jammern. Entweder den Mund halten und zu den bedingungen arbeiten, die uns Politik und industrie anbieten, oder Deutschland verlassen. Sich nur in die H4-Hängematte legen und den Anteil für Alkohol, Tabak und blumen mehr als ausschöpfen, schadet der arbeitenden bevölkerung und ist in Deutschland nicht erwünscht.

  • .... haben Sie mal versucht, die bA um einen Job anzugehen ? ich habe das einmal, vor einiger Zeit, als auch von Arbeitskräftemangel "geheult" wurde über die bA gemacht (versucht).ich bin verhältnismässig gut ausgebildet (ingenieur + betriebswirt, spreche 4 Sprachen und bin räumlich ungebunden. Das einzige Angebot was ich von der bA erhielt, war am Nordpol. !!!!!
    Dummes Geschwätz

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%