Wenig erfreulicher Ausblick
Höchststand bei Pleitenflut überschritten

Nach Einschätzung der Kreditversicherung Euler Hermes sinkt die Zahl der Insolvenzen in diesem Jahr um 4,1 % auf 37 000. Auch die gerichtlich angemeldeten Forderungsausfälle reduzierten sich um acht Prozent auf 28 Mrd. €, teilte die Versicherung am Dienstag in Hamburg mit.

HB HAMBURG. Die durchschnittliche Pleite kostet damit die Gläubiger 0,7 Mill. €. Im Jahr 2002 waren es noch 1,4 Mill. €.

„Ein Grund dafür, dass die Insolvenzzahlen in Deutschland 2004 nicht noch deutlicher zurückgehen, liegt in der Entwicklung der Zusammenbrüche von Einzel- und Kleinunternehmen sowie freien Berufen“, heißt es in der Mitteilung von Euler Hermes. Dieser Bereich verzeichne einen Zuwachs von fünf Prozent auf 15 800 Fälle und mache 42 % aller Insolvenzen aus. Dagegen gingen die Firmenpleiten in der Industrie um 21 % und im Baugewerbe um sieben Prozent zurück. Die Statistik für 2004 wird angeführt vom Dienstleistungssektor mit 17 500 Zusammenbrüchen, vor dem Baugewerbe mit 8100 Fällen und dem Handel mit 7700.

„Doch der Ausblick ist wenig erfreulich“, schreibt Euler Hermes. Schon im nächsten Jahr soll die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche wieder um 0,8 % auf 38 000 steigen. Besonders bedrohlich zeige sich der Insolvenztrend bei einer langfristigen Betrachtung: Gegenwärtig kommen 130 Verfahren auf 10 000 Unternehmen; die Insolvenzquote liegt also bei 1,3 %. Anfang der siebziger Jahre habe sie noch bei 0,2 % gelegen.

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