Weniger Abhängigkeit vom Ausland als vermutet
Issing: Wirtschaft in Eurozone nimmt wieder Fahrt auf

Die Wirtschaft der Euroländer wird nach Einschätzung von EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing wieder an Dynamik gewinnen. „Ich glaube, es gibt starke Anzeichen, dass die Wachstumsverlangsamung im dritten Quartal auf vorübergehende Faktoren zurückzuführen ist“, sagte Issing der „Financial Times Deutschland“ (Mittwoch).

HB HAMBURG/FRANKFURT. Zwar werde die ursprünglich erwartete Beschleunigung der Konjunktur möglicherweise ausbleiben. Es sei aber damit zu rechnen, „dass das Wachstum zunimmt und Raten erreicht, die in etwa mit dem Wachstumspotenzial übereinstimmen“.

Die Eurozone ist nach den Worten Issings weniger stark vom Ausland abhängig wie oft vermutet. „Die Ansicht, die Konjunkturerholung im Euro-Raum sei von der Auslandsnachfrage bestimmt worden, beruht auf einem Fehlurteil.“ Issing räumte aber ein, dass die Wechselkursentwicklung die Risiken für die Konjunktur erhöhe.

„Es gibt starke Anzeichen, dass die Wachstumsverlangsamung im dritten Quartal auf vorübergehende Faktoren zurückzuführen ist“, sagte Issing der „Financial Times Deutschland“ (Mittwochausgabe). Zwar werde die ursprünglich erwartete deutliche Beschleunigung der Konjunktur möglicherweise ausbleiben. Es sei aber zu erwarten, „dass das Wachstum zunimmt und Raten erreicht, die in etwa mit dem Wachstumspotenzial übereinstimmen“, ergänzte Issing.

Im dritten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Euro-Zone um 0,3 % zum Vorquartal gestiegen. Im zweiten Quartal hatte das Wachstum noch 0,5 % betragen.

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