Weniger Ausfuhren: Deutsche Exporteure mit schwachem Start

Weniger Ausfuhren
Deutsche Exporteure mit schwachem Start

Deutsche Exporteure haben zu Jahresbeginn einen Dämpfer einstecken müssen. Im Januar lieferten sie ein Prozent weniger ins Ausland als noch im Dezember 2010. Die Importe erhöhten sich dagegen um 2,3 Prozent zum Vormonat.
  • 2

BerlinDie Zahlen, die das Statistische Bundesamt am Donnerstag präsentierte, überraschten die Experten. Sie hatten im Schnitt mit einem Anstieg deutscher Exporte um 0,7 Prozent gerechnet. Insgesamt ergibt sich ein Überschuss in der Außenhandelsbilanz von 11,8 Milliarden Euro. Der Vergleich mit den Vorjahresdaten zeigt aber, dass die Exporteure nach der Krise zuletzt deutlich an Boden gutgemacht haben. Sie exportierten im Januar Waren im Wert von 78,5 Milliarden Euro ins Ausland und damit 24,2 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Importe stiegen um 24,1 Prozent auf 68,4 Milliarden Euro.   

Für das laufende Jahr erwartet der Dachverband BGA ein Exportplus von bis zu neun Prozent und will erstmals die Billionen-Marke beim Umsatz knacken. Allerdings sorgt sich der BGA um Risiken wie steigende Rohstoffpreise und die Stabilität der chinesischen Wirtschaft.   

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Weniger Ausfuhren: Deutsche Exporteure mit schwachem Start"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • WIE kann das sein, möglicherweise verstehe ich die Zusammenhänge ja nicht...
    Aber die Exporte sind also gesunken, es wurde aber in den letzten Wochewn ständig davon gefaselt, wie stark der Aufschwung sei und wie stark die BRD Wirtschaft ins Jahr gestartet sei.

    Möglicherweise also ein Artefakt, diese Jubelmeldungen, weil die bauwirtschaft im milden Januar/schneearmen Februar wieder frühzeitig angelaufern ist?

    Ich fühle mich aber trotzdem gründlich veralbert von diesen nervigen Aufschwungdaherbetern.
    In der Realität haben Verschuldung privater Haushalte und extreme Niedriglöhne (gerade bei den "neu entstandenen Jobs", die fast alle ZA oder andere Dienstleistungsjobs sind, also keine vollwertigen Arbeitsstellen)wieder einmal zugenommen.

    Ich komme mir vor wie in der DDR im Sommer 89, wo ebenfalls geolgen wurde, dass die Balken sich biegen.

  • Ein "Exportplus von neun Prozent" wird es diesjahr nicht geben, das sind wunschvorstellungen. Das "knacken der Billionengrenze" ist Propaganda, denn der anstieg wird durch inflationäre Preissteigerung der Exportgüter erreicht werden, nicht durch Mehrverkauf.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%