Weniger Beschäftigte: Deutsche Industrie erzielt Rekordumsatz

Weniger Beschäftigte
Deutsche Industrie erzielt Rekordumsatz

Dank der starken Nachfrage aus dem Ausland hat die deutsche Industrie im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz erzielt. Erstmals wurde die Marke von 1,5 Billionen Euro knapp erreicht.

HB WIESBADEN. Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe und im Bergbau stieg um 4,6 Prozent auf 1489 Mrd. Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. „Das war der höchste Wert seit Bestehen der Statistik“, sagte ein Mitarbeiter. Wichtigste Wachstumsimpulse kamen dabei aus dem Export. Während der Auslandsumsatz um sieben Prozent zulegte, wuchs der Inlandsumsatz nur um drei Prozent.

Trotz steigender Umsätze baute die Industrie weiter Stellen ab. Die Zahl der Beschäftigten ging im Jahresdurchschnitt um 1,4 Prozent auf 5,9 Mill. zurück. Vor fünf Jahren hatte die Industrie mit knapp 6,4 Mill. Menschen noch etwa 500 000 mehr Mitarbeiter beschäftigt.

Im vergangenen Jahren konnten alle wichtigsten Industriebranchen ihre Umsätze ausbauen. Überdurchschnittlich legten die Metallerzeugung, Kokerei und Mineralölverarbeitung zu (plus 12,8 Prozent). Auch die Hersteller chemischer Erzeugnisse bauten ihr Geschäft aus (plus 6,9 Prozent), ebenso wie die Autobauer (plus 5,3 Prozent) und der Maschinenbau (plus 5,2 Prozent). Einen starken Umsatzrückgang verzeichnete dagegen die Tabakverarbeitung (minus 10,5 Prozent). Im Dezember betrug das Plus beim Umsatz 6,8 Prozent gegenüber Vorjahr.

Die Lohn- und Gehaltssumme lag 2005 mit 226 Mrd. Euro nahezu genauso hoch wie 2004 (plus 0,1 Prozent). Die Statistik erfasst alle Unternehmen mit 20 und mehr Mitarbeitern.

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