Weniger Stellen als erwartet geschaffen: US-Arbeitsmarktdaten enttäuschen

Weniger Stellen als erwartet geschaffen
US-Arbeitsmarktdaten enttäuschen

Der Beschäftigungsaufbau am US-Arbeitsmarkt hat sich im Januar zwar etwas beschleunigt, allerdings blieb die Dynamik deutlich hinter den Erwartungen zurück.

HB WASHINGTON. Die Arbeitslosenquote in den USA ist im Januar mit 5,2 Prozent auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen. Allerdings wurden deutlich weniger neue Stellen geschaffen als erwartet. Die Börsen- und Finanzmärkte reagierten enttäuscht. Von der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stellenzuwachs um 180 000 erwartet. Im Vormonat war ein Plus von revidiert 133 000 verzeichnet worden, nachdem zunächst ein Anstieg von 157 000 genannt worden war. „Die Zahlen sind eine Enttäuschung. Sie zeigen, dass der US-Arbeitsmarkt nicht die Dynamik hat, die sich die Regierung wünscht“, sagte Analyst Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank.

Wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte, stieg die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 146 000. Von CBS MarketWatch befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt mit 179 000 neuen Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote hatte im Vormonat noch 5,4 Prozent betragen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen den weiteren Angaben zufolge um 0,03 Dollar auf 15,88 Dollar, womit die Prognose bestätigt wurde. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit fiel gegenüber Dezember um sechs Minuten auf 33,7 Stunden.

Zugleich wurde die Zahl der neu geschaffenen Stellen für den Vormonat Dezember von 157 000 auf 133 000 revidiert. Die Reaktion der Finanzmärkte war eindeutig: Der Euro übersprang wieder die Marke von 1,30 Dollar und der Bund-Future näherte sich mit 120,25 Punkten seinem Allzeithoch von 120,31 Zählern. Die Aktienkurse gerieten weltweit etwas unter Druck.

Nach Angaben des Arbeitsministeriums ist die Beschäftigung in den USA nun erstmals wieder über dem Niveau von Februar 2001. Damals begann ein mehrmonatiger Rückgang der Wirtschaftsleistung.

US-Experten befürchten, dass die Aussicht auf sich abbremsende Verbraucherausgaben verbunden mit höheren Kosten für Rohstoffe und Energie sowie stärkeren Wettbewerb viele Unternehmen vorsichtiger machen könnte, neue Mitarbeiter einzustellen, wie die Wirtschaftsagentur Bloomberg berichtete.

Nach Angaben des Arbeitsministeriums ist die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen weiterhin hoch, obwohl sie von 17,6 auf 16,3 Prozent gesunken sei. Der Anstieg der Stundenlöhne war im Berichtszeitraum moderater als erwartet. Die Stundenlöhne kletterten nur um 0,1 Prozent zum Vormonat. Die Experten hatten mit einen Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet.

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