Wie von Experten erwartet
Fed tastet Leitzinsen nicht an

Die US-Leitzinsen bleiben weiter unverändert. Der Offenmarktausschuss der amerikanischen Notenbank (FED) bestätigte am Mittwoch den geltenden Satz für Tagesgeld von 5,25 Prozent. Damit verzichtete die Fed zum dritten Mal nacheinander auf eine Änderung, nachdem der Satz zuvor 17 Mal in Folge angehoben worden war.

HB WASHINGTON. Wirtschaftsexperten hatten die Entscheidung der Notenbank erwartet. Mehrere Ausschussmitglieder hatten in der Vergangenheit signalisiert, sie schätzten das Inflationsrisiko höher ein als eine Abschwächung der Konjunktur. Im September waren die Verbraucherpreise ohne Energie und Lebensmittel im Jahresvergleich um 2,9 gestiegen und damit so stark wie seit Februar 1996 nicht mehr. Zugleich rechnen Ökonomen im dritten Quartal auf hochgerechneter Jahresbasis nur noch mit zwei Prozent Wachstum, nach 2,6 Prozent im Vorquartal.

Von Juni 2004 bis Juni 2005 hatte die Notenbank den Zinssatz sukzessive von 1,0 Prozent auf 5,25 Prozent erhöht. Der Leitzins ist das wichtigste Instrument der Zentralbank zur Beeinflussung des Wirtschaftslebens. Die Handelsbanken geben Erhöhungen oder Senkungen für gewöhnlich an ihre Kunden weiter. Höhere Zinsen dämpfen die wirtschaftliche Aktivität der Konsumenten, vor allem bei größeren Anschaffungen wie Häusern oder Autos.

Über das weitere Vorgehen der Notenbank herrscht an den Finanzmärkten aber Rätselraten. Einige Experten erwarten, dass die Fed mit einer weiteren Zinserhöhung gegen die Inflationsgefahr vorgehen muss. Die meisten Analysten rechnen jedoch mittlerweile damit, dass die Fed bereits Anfang kommenden Jahres die Zinsen wieder senken wird.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte Anfang Oktober ihren Schlüsselzins auf 3,25 Prozent erhöht und peilt nach Ansicht von Experten in diesem Jahr noch eine weitere Zinserhöhung an.

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