Wieder mehr Investitionen
DIW: Erholung der deutschen Wirtschaft setzt sich fort

Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat sich die Erholung der deutschen Wirtschaft im Sommer mit unvermindertem Tempo fortgesetzt.

HB BERLIN. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im dritten Quartal im Vergleich zum vorausgehenden Vierteljahr um 0,5 % wachsen und damit 1,8 % über dem Niveau des Vorjahres liegen, schrieben die DIW-Ökonomen in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturbarometer. „Maßgeblich hierfür ist nunmehr ein steigender Beitrag der Investitionen“, erklärten die Forscher und verwiesen auf Ausrüstungs- und Bauinvestitionen.

In einer ersten Schätzung hatte das Institut vor einem Monat noch 0,4 % BIP-Zuwachs für den Zeitraum von Juli bis September prognostiziert, nachdem die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal um 0,5 % zugenommen hatte.

Das DIW verwies auf den Umsatzanstieg der inländischen Investitionsgüterproduzenten um fünf Prozent im Juli. „Durch stärker steigende Warenimporte gegenüber den Warenexporten nimmt im Berichtszeitraum der Wachstumsbeitrag vom Außenhandel leicht ab“, heißt es in der Studie weiter. Im Juli stiegen die deutschen Importe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag um sechs Prozent, während die Exporte zum Vormonat nur um 3,6 % zulegten. Der geringe Umsatzanstieg im Einzelhandel signalisiert nach DIW-Darstellung, dass der private Konsum weiter schwach bleibt. Erst wenn die Zahl der Beschäftigten spürbar steige, sei mit einem Nachlassen der binnenwirtschaftlichen Schwäche zu rechnen.

Sowohl Auftragseingang als auch Produktion hatten sich im Juli von einem Einbruch im Juni wieder fast völlig erholt. Allerdings hatte ein Rückgang von Frühindikatoren wie Ifo-Geschäftsklima oder Reuters-Einkaufsmanagerindex zuletzt wieder die Sorge genährt, der Aufschwung in der Industrie und damit die Erholung der deutschen Wirtschaft insgesamt könnten bereits wieder abflauen.

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