Wirtschaftsentwicklung
Euro-Industrie wird zum Konjunkturtreiber

Die Stimmung von Unternehmern und Verbrauchern in den 16 Euro-Ländern hat sich im Oktober unerwartet stark verbessert. Wichtigster Grund für den Anstieg war laut EU-Kommission eine deutliche Stimmungsverbesserung in der Industrie.
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HB BRÜSSEL. Der Economic Sentiment Index (ESI) kletterte um 3,4 auf 86,2 Punkte, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Das ist der siebte Anstieg in Folge. Im März hatte es ein Rekordtief von 64,6 Zählern gegeben. Trotz der Aufholjagd notiert das Barometer weiter deutlich unter seinem langfristigen Durchschnittswert. Volkswirte hatten lediglich eine Aufhellung auf 84,0 Punkte erwartet. Trotz der abermaligen Verbesserung liegt der Indikator aber noch deutlich unter seinem langjährigen Durchschnitt.

Wichtigster Grund für den Anstieg war eine deutliche Stimmungsverbesserung in der Industrie. Die Firmen beurteilten die Nachfrage günstiger. Anuch angesichts leerer Lagerbestände werden die Aussichten für die Produktion positiv gesehen. Die Stimmung bei Verbrauchern und Bauwirtschaft hellte sich ebenfalls auf.

Das Barometer setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: In den ESI gehen das Industrievertrauen mit 40 Prozent und das Dienstleistungsvertrauen mit 30 Prozent ein. Das Verbrauchervertrauen steuert 20 Prozent bei. Das Bauwirtschafts- und das Einzelhandelsvertrauen werden zu jeweils fünf Prozent gewichtet.

Das Geschäftsklima im Währungsgebiet erholte sich ebenfalls überraschend stark auf minus 1,78 von minus 2,07 Punkten.

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