Wirtschaftsexperten sehen darin Zeichen für die Konjunkturerholung: US-Außenhandelsdefizit auf Rekordhöhe

Wirtschaftsexperten sehen darin Zeichen für die Konjunkturerholung
US-Außenhandelsdefizit auf Rekordhöhe

Die amerikanische Wirtschaft ist weiter hungrig auf Importe: Im Januar hat das US-Außenhandelsdefizit einen neuen Rekordstand erreicht.

HB WASHINGTON. Der Fehlbetrag der weltgrößten Volkswirtschaft im Handel mit Waren und Dienstleistungen stieg im Januar auf 43,1 (Dezember revidiert 42,69) Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Es lag damit deutlich höher als von Analysten im Durchschnitt mit 42,05 Mrd. Dollar erwartet.

Die Importe gaben nach einem Rekordwert im Dezember leicht nach, lagen mit 132,1 Mrd. Dollar aber noch immer auf dem zweihöchsten Stand in der Geschichte des Landes. Die Exporte verringerten sich trotz der schwächeren US-Währung auf 89 Mrd. Dollar. Der Dollar reagierte zunächst mit Kursverlusten auf die Daten, zog dann aber wieder an.

Wirtschaftsexperten werteten das hohe Niveau der Importe als Zeichen für die Konjunkturerholung in den USA, die den Bedarf des Landes nach ausländischen Gütern erhöht habe. Die Exporte beliefen sich laut Handelsministerium im Januar auf 89 Milliarden Dollar, das waren 1,2 Prozent weniger als im Dezember. Am stärksten waren die Rückgänge bei den exportierten Lebensmittel.

Die neuen Zahlen dürften die vom beginnenden US-Präsidentschaftswahlkampf geprägte Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern von Globalisierung und Freihandel weiter anheizen. Erst am Dienstag hatte US-Präsident George W. Bush vor „wirtschaftlichen Isolationisten“ gewarnt.

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