Wirtschaftsforschungsinstitute
Ifo sieht Aufschwung bis Ende des Jahrzehnts

Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose leicht angehoben und erwartet nun ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent in diesem und 2,5 Prozent im nächsten Jahr. Tendenziell ginge es 2008 nach wie vor nach oben – allerdings etwas weniger dynamisch.

HB MÜNCHEN. „Der Aufschwung ist nach wie vor da, er hat Kraft, er wird sich auch über 2008 hinaus fortsetzen, mit etwas Glück bis zum Ende des Jahrzehnts“, sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn auf der ifo-Jahresversammlung in München. Der Abbau der Arbeitslosigkeit gehe ebenfalls mit verringertem Tempo weiter.

Die hohe Auslastung der Kapazität in den Unternehmen stütze die Nachfrage nach Arbeitskräften. Die Arbeitslosigkeit werde im Jahresdurchschnitt 2007 um 675 000 auf 3,8 Mill. sinken und 2008 auf 3,5 Millionen. Vor allem bei sozialversicherungspflichtigen Stellen und Selbstständigen werde Beschäftigung aufgebaut, erklärten die Ifo-Forscher. Die Zahl der Erwerbstätigen steige 2007 um 475 000 und 2008 um weitere 380 000. Die Verbraucherpreise kletterten dieses Jahr um 2,1 und nächstes Jahr um 1,8 Prozent.

„Im Jahr 2008 tritt der konjunkturelle Aufschwung in seine Spätphase ein. Die Ausrüstungsinvestitionen steigen nochmals, wenngleich mit einer geringeren Dynamik als bisher. Dafür expandiert der private Konsum im Zuge einer weiter verbesserten Arbeitsmarktlage“, sagten die Konjunkturforscher voraus.

Die Expansion der Weltwirtschaft bleibe bis 2008 schwungvoll, wenn auch etwas abgeflacht. Lokomotiven seien die USA, China und Indien. Der Aufschwung in der Eurozone setze sich ebenfalls zunächst schwungvoll fort, verliere aber im nächsten Jahr etwas an Dynamik.

Das Staatsdefizit in Deutschland wird nach der Prognose in diesem Jahr auf 0,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinken. Nächstes Jahr sei sogar erstmals seit der Wiedervereinigung ein Überschuss in Höhe von fünf Mrd. Euro zu erwarten, aber konjunkturbereinigt würden immer noch Schulden gemacht. Die Konsolidierungsaufgabe sei also lange nicht abgeschlossen.

In den vergangenen Wochen hatten bereits mehrere andere Forschungsinstitute ihre Prognosen erhöht. Die Spanne reichte von 2,5 Prozent bis 3,2 Prozent Wachstum in diesem Jahr.

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