Konjunktur
Wirtschaftsinstitut erwaretet Trendwende am Arbeitsmarkt erst 2007

dpa-afx BERLIN. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet erst für 2007 eine Trendwende am Arbeitsmarkt in Deutschland. IW-Chef Michael Hüther sagte der "Berliner Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe), er rechne damit, dass bei einer auf Wachstum ausgerichteten Politik einer neuen Bundesregierung 2006 ein Wachstum von bis zu 1,5 Prozent erreicht werden könnte. Das reiche noch nicht für eine Trendwende am Arbeitsmarkt.

Hüther: „2006 wird wie bereits in diesem Jahr der Entlassungsdruck weiter abnehmen. Das kommende Jahr wird die Vorbereitung einer Trendwende bringen. Die Trendwende selbst mit einem deutlichen Anstieg bei der sozialversicherungspflich tigen Beschäftigung erwarten wir für 2007.“ Eine von der Union angestrebte Halbierung der Arbeitslosigkeit in Deutschland wird nach Ansicht des IW nicht in diesem Jahrzehnt zu erreichen sein.

Hüther betonte: „Für die Halbierung der Arbeitslosenquote wird man mindestens zwei Legislaturperioden brauchen. Das heißt, bis Mitte des nächsten Jahrzehnts.“ Hüther nannte das Ziel „ehrgeizig, aber realistisch, wenn man sich die Erfahrungen in anderen Ländern Europas ansieht“. Der Unionskandidat für das Bundeswirtschafts- und Arbeitsministerium, der saarländische Ministerpräsident Peter Müller, hatte in mehreren Interviews angekündigt, die Erwerbslosenquote in Deutschland längerfristig halbieren zu wollen. Derzeit beträgt die Quote mehr als elf Prozent.

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