Wirtschaftsklima-Index
Stimmung in der Euro-Zone so gut wie 2001

Trotz des starken Euros und des hohen Ölpreises ist die Stimmung in der europäischen Wirtschaft so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Verbessert hat sich die Stimmung vor allem in Deutschland, Belgien und den Niederlanden.

HB MÜNCHEN. Die Stimmung in der europäischen Wirtschaft ist trotz des starken Euros und der hohen Ölpreise so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der vierteljährlich ermittelte Wirtschaftsklima-Index des Münchener Ifo-Instituts für die EuroZone stieg von 99,2 Zählern auf 103,4 Punkte. „Die konjunkturelle Erholung im Euro-Raum hat sich damit weiter verfestigt“, sagte Ifo-Vorstandsmitglied Gebhard Flaig gestern in München. Die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate schätzten die Befragten zwar weniger optimistisch ein, ihr Urteil über die aktuelle Lage verbesserte sich jedoch deutlich.

Das Ifo-Institut ermittelt das Wirtschaftsklima für das Währungsgebiet vier Mal im Jahr durch eine Befragung von rund 300 Experten aus multinationalen Unternehmen und Instituten. Bei der jüngsten Erhebung beurteilten die Experten vor allem die aktuelle Situation positiver als zuletzt. Der Index, der die Geschäftslage misst, stieg von 86,0 auf 97,2 Punkte. Dagegen fielen die Urteile über die kommenden Monate nach drei Anstiegen in Folge etwas zurückhaltender aus. Der Erwartungsindex ging von 110,1 auf 108,5 Punkte leicht zurück.

Verbessert hat sich die Stimmung vor allem in Deutschland, Belgien und den Niederlanden. „Aber auch in Frankreich fielen die Urteile zur allgemeinen Wirtschaftslage etwas günstiger aus als in der vorausgegangenen Erhebung, haben allerdings den positiven Bereich noch nicht ganz erreicht“, berichtete Ifo-Wissenschaftler Flaig. Am ungünstigsten wurde das Wirtschaftsklima weiterhin in Italien und Portugal beurteilt.

In den kommenden Monaten rechnen die Experten im Euro-Raum mit steigenden Zentralbank- und Kapitalmarktzinsen. Zudem wird eine weitere Aufwertung des Euros im Vergleich zum Dollar erwartet, obwohl die Währungen derzeit eigentlich angemessen bewertet seien.

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