Wirtschaftskrise
Ifo-Chef Sinn fordert drittes Konjunkturpaket

Die Gewerkschaften erhalten Schützenhilfe von ungewohnter Seite: Am Samstag forderte der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, von der Bundesregierung ein drittes Konjunkturpaket mit einem Volumen von rund 25 Mrd. Euro.

HB BERLIN. Unmittelbar nach der Bundestagswahl im Herbst sollte die neue Regierung für 2010 ein Maßnahmenbündel auflegen, "das aus einer Mischung aus Steuersenkungen und Infrastrukturmaßnahmen besteht", sagte der Ökonom dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Die große Koalition hatte 2008 und Anfang 2009 bereits zwei Pakete in Höhe von insgesamt 80 Mrd. Euro auf den Weg gebracht. Diese beiden Konjunkturpakete seien zu früh gekommen, sagte Sinn. Deren Maßnahmen "werden schon verpufft sein, wenn die Wirtschaft die Hilfe am nötigsten braucht".

Die Regierung verweist aber darauf, dass die in den bisherigen Konjunkturmaßnahmen enthaltenen Entlastungen und Steuersenkungen zum zum Teil bis Ende 2010 gelten. Auch die mit dem zweiten Paket auf den Weg gebrachten Infrastrukturmaßnahmen für Städte und Kommunen laufen erst jetzt an. Das Programm sei bewusst auf zwei Jahre ausgelegt, betonte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) im Deutschlandradio Kultur.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%