Wirtschaftsstudie
Deutschland schlägt USA bei der Wettbewerbsfähigkeit

Das Weltwirtschaftsforum hat jährliche Rangliste der globalen Wettbewerbsfähigkeit veröffentlicht. Deutschland schneidet gut ab, offenbart aber noch Schwächen. Die USA rutschen ebenso wie die Euro-Krisenländer weiter ab.
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DüsseldorfDer Standort Deutschland baut seine Wettbewerbsfähigkeit weiter aus. Das geht aus dem aktuellen „Global Competitiveness Index“ hervor, den das Weltwirtschaftsforum in Davos einmal jährlich für mehr als 140 Staaten berechnet.

Deutschland liegt demnach weiter auf dem sechsten Rang, konnte seinen Indexwert allerdings leicht verbessern. Gleichzeitig ist das Land erstmals wettbewerbsfähiger als die USA, die vom fünften auf den siebten Rang abfielen. Am besten aufgestellt im globalen Wettbewerb ist weiterhin die Schweiz. Dahinter folgen Singapur und Finnland, das Schweden vom Bronzerang verdrängen konnte.

Deutschland verdankt seine Top-Platzierung vor allem seiner starken, mittelständisch geprägten Wirtschaft. „Deutsche Firmen gehören zu den innovativsten in der Welt“, heißt es dazu im Bericht des neunköpfigen Forscherteams. Aber auch der starke Wettbewerb auf den heimischen Märkten, wo verhältnismäßig viele Konkurrenten um die Gunst der Kunden buhlen, bringt dem Land Pluspunkte.

Weniger gut schneidet Deutschland dagegen in den Bereichen ab, die vom Staat geregelt werden: So klagen verhältnismäßig viele Firmen über die hohen bürokratischen Hürden, die sie überspringen müssen. Auch die sonst so starke Infrastruktur bröselt zunehmend: Von der Qualität des deutschen Schienennetzes etwa sind die für das Ranking befragten Manager immer weniger überzeugt.

In ihrer Untersuchung betrachten die Davoser Forscher regelmäßig mehr als 110 Einzelwerte. Zum einen sind das Indikatoren, die den Erfolg einer Volkswirtschaft im weltweiten Wettbewerb messen – wie etwa die Entwicklung der Produktivität oder die innovativen Leistungen der Firmen.

Der größte Teil sind aber Werte, die angeben, wie gut die Bedingungen für Firmen in einem Land strukturell sind – etwa Umfragedaten zur Qualität der Infrastruktur, des Bildungssystems oder der Hilfsbereitschaft von Behörden.

Für den Report lassen die Organisatoren der Studie regelmäßig rund 14.000 Manager von Mittelständlern oder Großkonzernen interviewen. Ein Drittel der Daten stammt darüber hinaus von Statistikbehörden oder aus anderen Studien wie etwa dem „Doing Business“-Projekt der Weltbank.

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