Wirtschaftswachstum
Bericht: Berlin zieht mit Negativ-Prognose nach

Nicht nur Prognostiker folgen dem Herdentrieb, indem sie immer noch düstere Einschätzungen zur Wirtschaftslage in Deutschland abgeben, auch die Bundesregierung ist davor nicht gefeit: Noch ist es zwar nicht offiziell, doch in einem Zeitungsbericht heißt es bereits, der Bund wolle seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich senken.

HB BERLIN. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise meldet, geht das Bundeswirtschaftsministerium intern von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um vier bis 4,5 Prozent aus. Bislang wurde ein Minus von 2,25 Prozent für 2009 vorhergesagt. Ein Ministeriumssprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren und verwies auf die Vorstellung der neuen Konjunkturprognose Ende April.

Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert einen hohen Regierungsvertreter mit den Worten, die Arbeiten an der neuen Prognose seien noch nicht in der heißen Phase. Es gebe noch keine Konkretisierungen. Die „Financial Times Deutschland“ hatte vorige Woche sogar von Berechnungen berichtet, die ein Minus von bis zu fünf Prozent erwarten ließen. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ließ das seinerzeit unkommentiert. Das entscheidende Datum für die Regierungsprognose ist der 23. April. An diesem Tag veröffentlichen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre neue Prognose. Am 29. April will dann die Regierung ihre offizielle Vorhersage vorstellen. Bislang geht sie von einem Minus von 2,25 Prozent aus.

Allerdings erwarten einzelne Institute inzwischen Minusraten, die sich in Richtung fünf Prozent bewegen. Die immer düsteren Konjunkturprognosen haben die Angst vor einem drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland wachsen lassen. Die Commerzbank rechnet inzwischen sogar damit, dass die Wirtschaftsleistung dieses Jahr um sechs bis sieben Prozent sinken wird. Bisher lagen die düstersten Prognosen bei einem Rückgang von bis zu fünf Prozent.

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