Wirtschaftswachstum
Bundesregierung senkt Prognose für 2008

Die Bundesregierung erwartet 2008 trotz eines schwächeren Wirtschaftswachstums den niedrigsten Stand der Arbeitslosigkeit seit über zehn Jahren: Nach einem Rückgang um 700 000 im laufenden Jahr soll die Arbeitslosenzahl 2008 im Schnitt um 295 000 Menschen auf unter 3,5 Millionen zurückgehen - bei einem geringeren Wachstum als bisher erwartet.

HB BERLIN. Zum Jahresende 2008 sei sogar ein Wert von nur 3,3 Millionen Arbeitslosen möglich, sagte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) am Donnerstag in Berlin. Damit werde es im nächsten Jahr so viele Arbeitsplätze wie noch nie in Deutschland geben,

Gründe für eine gewisse Abkühlung der Konjunktur 2008 seien die Finanzmarktkrise, der starke Euro und der markant höhere Ölpreis, sagte Glos. Die Regierung senkte deshalb ihre Prognose von zuvor 2,4 auf 2,0 Prozent. 2007 wird ein Wachstum von 2,4 Prozent (bisher 2,3) erwartet. Grundsätzlich sieht die Regierung kein Ende des Aufschwungs: „Die konjunkturelle Grunddynamik ist intakt und steht auf einem soliden Fundament“, unterstrich Glos.

Jedoch werde 2008 die Schubkraft der Weltwirtschaft nachlassen. Der deutsche Export werde nicht mehr so hohe Wachstumsraten erzielen. Die durch Spekulationen mit US-Immobilienkrediten ausgelöste internationale Finanzmarktkrise ist nach Ansicht von Glos noch nicht überwunden. Es sei unsicher, welche Risiken einzelne Banken „noch mit sich herumschleppen“. Die zuletzt angezogene Inflation nannte Glos „nicht alarmierend“. Die Teuerungsrate werde 2007 im Jahresschnitt bei 2,1 Prozent liegen.

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