Wirtschaftswachstum
Regierung will Wachstumsprognose deutlich anheben

Die Bundesregierung rechnet fest mit einem längeren Konjunkturaufschwung und einer tief greifenden Besserung am Arbeitsmarkt.

HB BERLIN. Wirtschaftsminister Michael Glos kündigte zu Ostern an, seine aktuelle Wachstumsprognose für 2007 von 1,7 auf mindestens 2,0 Prozent zu erhöhen. Er werde sie „deutlich nach oben korrigieren. Dann wird eine Zwei vor dem Komma stehen“, sagte der CSU-Politiker. Die Regierung präsentiert ihre überarbeitete Schätzung Ende April. Im vergangenen Jahr legte die deutsche Wirtschaft um 2,7 Prozent zu.

Die robustere Konjunktur wirke sich weiter positiv auf den Arbeitsmarkt, betonte Glos in „Bild am Sonntag“. „Hält die gute Entwicklung an, kann es durchaus sein, dass die Zahl der Arbeitslosen bereits im Herbst unter 3,5 Millionen sinkt.“ Im März war sie um 114.000 auf 4,1 Millionen zurückgegangen. Glos bestätigte damit Presseberichte, wonach die Regierung eine deutliche Anhebung ihrer Prognosen zu Arbeitsmarkt und Konjunktur plant.

Experten aus Wirtschafts-, Finanz-, Arbeitsministerium und Kanzleramt gehen nach „Spiegel“-Angaben von einem Wachstum in diesem und im nächsten Jahr von mehr als zwei Prozent. Die Zahl der Menschen ohne Job werde 2007 und 2008 jeweils um mehrere Hunderttausend zurückgehen.

Da die Vorhersage als Grundlage für die Steuerschätzung dient, können Bund, Länder und Gemeinden auf zusätzliche Einnahmen im zweistelligen Milliardenbereich hoffen. Viele nationale Experten rechnen mit ähnlich hohen Wachstumsraten wie die Regierung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist etwas zurückhaltender. Laut Prognose-Entwurf geht er für 2007 von 1,8 Prozent und für 2008 von 1,9 Prozent Wachstum aus. Die Arbeitslosenquote werde von 7,8 Prozent 2007 auf 7,6 Prozent im folgenden Jahr zurückgehen.

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