Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent in 2005 erwartet
Bankenverband verhalten optimistisch

Die privaten Banken in Deutschland erwarten im Lauf dieses Jahres ein allmähliches Ende der Konsumflaute und eine leichte Besserung am Arbeitsmarkt.

HB BERLIN. Beim Wirtschaftswachstum zeichne sich ein Plus von 1,1 Prozent ab, hieß es in einem am Donnerstag vorgelegten Konjunkturbericht des Bundesverbands deutscher Banken. Dies erscheine zwar als Verlangsamung nach dem Plus von 1,6 Prozent im vergangenen Jahr. Damals habe es aber unter anderem fünf Werktage mehr gegeben als 2003. Für 2006 rechnen die Volkswirte mit 1,6 Prozent Wachstum.

Für das erste Quartal 2005 deuteten die Indikatoren auf eine „positive Überraschung“ beim Bruttoinlandsprodukt hin, hieß es. Ein Hoffnungsträger für eine Erholung der Binnennachfrage seien die guten Voraussetzungen für Investitionen. Nach moderaten Lohnabschlüssen und längeren Arbeitszeiten sei die deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähiger geworden. Da sich die Ertragslage vieler Unternehmen erholt habe, könnten sie Gewinne zudem stärker für Investitionen nutzen.

Beim privaten Verbrauch sei nach einem Rückgang von 0,4 Prozent 2004 mit plus 0,7 Prozent in diesem Jahr und plus 1,2 Prozent 2006 zu rechnen. Hierzu dürfte auch die erwartete leichte Stabilisierung am Arbeitsmarkt beitragen. Für dieses Jahr sei mit 300 000 zusätzlichen Beschäftigten zu rechnen, die aber vor allem auf mehr geringfügigen Tätigkeiten beruhen. Mit mehr sozialversicherungspflichtigen Jobs sei kaum vor dem Jahresende zu rechnen.

Für mehr Schwung auf dem Arbeitsmarkt sei ein Wirtschaftswachstum von mehr als zwei Prozent nötig. Um dies zu erreichen, seien unter anderem weitere Schritte zur Senkung der Lohnzusatzkosten und eine grundlegende Steuerreform nötig.

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