WirtschaftswachstumsprognosenWelche Experten sich blamiert haben

Die deutsche Wirtschaft wuchs 2012 um schlappe 0,75 Prozent. Manche Experten hatten deutlich mehr erwartet. Handelsblatt Online zeigt, wer mit seinen Prognosen richtig lag und wer sich kräftig blamiert hat.

 

  • 9

    9 Kommentare zu "Wirtschaftswachstumsprognosen: Welche Experten sich blamiert haben"

    Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

    • 0,75% mmmmh. Wenn man bedenkt, dass die EU am Boden liegt und der Rest der westlichen Welt auch am taumeln ist, sind 0,75% gar nicht mal so schlecht. Also was soll das Jammern. Jammern könnt ihr wieder, wenn die Zinsen angehoben werden. Dann wird es wieder lustig werden. 2008/09 schon vergessen?

    • Quark! Ihnen fehlt da etwas der ökonomische Background...vermutlich.

      Das ist nicht als Zukunftsleserei gedacht, sondern Forecast oder Vorschauen sind ein wichtiges Planungselement, wirtschaftlich und auch fiskalpolitisch.

      Fatal wäre hingegen das "einfach laufen lassen", die Steuereinnahmen werden schon irgendwie kommen (Haushaltsplanung) und vom Kreditaufnahmebedarf lassen wir uns einfach überraschen....

      Sicher haben alle Protagonisten ihre Schätzungen unterjährig nachgebessert und der Durchschnitt aller Ausgangsschätzungen war gar nicht mal schlecht. Journalistisch wäre die Qualitätsherausforderung hier, nicht nur voller Häme die Ausreißer zu blamen, sondern die zugrundegelegten und nicht eingetroffen Basisannahmen herauszuarbeiten. ---> Beim Handelsblatt aber eher wieder mal Fehlanzeige!

    • nichts über die studenten-kreditblase in usa? :-)
      und dass dort wieder ein bailout kommt? ;>

    • Man KANN und DARF diese Fakten nicht sagen - Die Medien leben von den Politikern und die Politiker von den Medien. Eine unheilige Allianz die das Volk dumm halten soll bis der finale Crash erfolgt! Nur wer mal über den Tellerrand schaut (=in ausländischen Medien mitliest und mit hört) weiß überhaupt wie weit über den Abgrund wir schon gerutscht sind und was schnell folgen wird. Man müßte die Verantwortlichen aufhängen da sie das deutsche Volk verraten und verkauft haben!

    • @Siggi40

      Gute Analyse, hier ein Link zu NZZ, der dies belegt:

      http://www.nzz.ch/finanzen/uebersicht/boersen_und_maerkte/ponzi-system-der-enormen-verschuldung-1.17924746

      Noch ein Link dazu, aus dem Handelsblatt selbst:

      http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/boerse-inside/marc-faber-im-interview-der-ehrliche-sparer-wird-die-zeche-zahlen/6273122.html

      Aus der WiWo:

      http://www.wiwo.de/politik/europa/schuldenberg-voraus-warum-die-euro-rettung-in-die-katastrophe-fuehrt/7287260.html

      Diese Berichte belegen ganz klar, dass die Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrise mitnichten ausgestanden ist, es wurde nur Zeit gekauft, die grundlegenden Probleme wurden auf andere Akteure verschoben. Leider gehen diese fundamentalen Fakten in den täglichen Berichterstattungen unter, man erwähnt sie erst ganz nicht mehr!

    • @HansMeiser

      Danke fuer die Info! Ja, es gibt immer wieder Menschen, die glauben in die Zukunft sehen zu koennen. Fuer mich gehoert da schon ordentliche Ueberheblichkeit dazu, oder gar Unverschaemtheit wenn fuer diese "Blicke" auch noch Geld genommen wird. Aber die Dummheit liegt natuerlich bei denen, welche diese Leute ueberhaupt danach fragen.

    • Teil II
      Die Eurozone können wir also für unseren künftigen Export komplett vergessen, weil verschenken können wir die Artikel auch an uns selbst, dann hätten wir auch was davon.
      In den letzten 3 Jahren hat die EZB und die DBB ca. 500 Mrd. Euro an die Zentralbanken der PIIG(F)S überwiesen, damit die unsere Exportrechnungen bezahlen können. So lange wir also die Schecks gleich mitschicken, floriert unser Export in die Eurozone. Wer hat da in der Schule nicht aufgepasst?
      Unsere künftigen Exportmärkte sind die BRICS Staaten, die eine gigantische Dynamik entfalten und durch ihre Bodenschätze auch in der Lage sind, die Waren Made in Germany bezahlen zu können. Auch wenn die Waren mit der DM 30% mehr kosten als derzeit, ist völlig unerheblich. Die Chinesen z.B. kaufen keine VW-Polo, oder Audi A2, sondern den VW-Phaeton/Touarek und den Audi Q7, RS4, RS6 und den RS8. Das ist unsere Zielgruppe. Der VW-Lupo ist für die Deutschen da, nicht für den Export gedacht.
      Wie sich unsere Konjunktur 2012 entwickelt hängt also in erster Linie davon ab, in welchen Dimensionen wir weiterhin den PIIG(F)S Weihnachtsgeschenke machen. Bis wir unsere Exportschlager wirklich verkaufen können hängt davon ab, wie schnell sich die BRICS weiterentwickeln.

    • Um den Blick des DIW in die Glaskugel nachvollziehen zu können, ein paar Daten für diese Wettervorhersage, denn mehr ist es nicht.
      In den letzten 3 Jahren haben die Staaten weltweit ca. 32,5 Bio. $ aufgewendet, natürlich alles auf Pump, um die Bankster zu retten und um einen selbsttragenden Aufschwung einzuleiten. Beides ist gründlich schiefgegangen. Sämtliche Konjunkturstrohfeuerpakete sind wirkungslos verpufft, ohne den gewünschten Erfolg. Und über die Banken reden wir nicht mehr, da gibt es nichts mehr zu retten.
      Jetzt sind fast alle westl. Ind.staaten pleite, noch mehr pleite geht nicht mehr, die mit wegbrechenden Steuereinnahmen die explodierenden Ausgaben für Zinsen und Soziales finanzieren sollen. Also wieder neue Schulden, damit man die alten bezahlen kann.

      Unser erträumter Aufschwung seit 2008, erreicht durch Qualität Made in Germany, den niedrigsten Löhnen seit 20 Jahren, und unser hochgelobter Export in die Eurozone, alles mit Krediten finanziert, die wir jetzt sogar selbst zurückzahlen müssen. So macht der Aufschwung richtig Spaß. Die einen malochen mit Löhnen, die nicht mal ausreichen, um eine Familie zu ernähren, also 7,5 Mio. Bürger auf staatliche Leistungen angewiesen sind, um hochwertige Waren zu exportieren in Länder, bei denen das Lohnniveau bereits 50% höher ist als bei uns. Die sich dann die Träume auf 4 Rädern kaufen können, natürlich alles auf Pump von deutschen und französischen Banken finanziert, die durch diese Kreditausfälle schon längst pleite wären, wenn die deutschen H4-ler diese Banken mit Hunderten von Milliarden Euro nicht vor dem Kollaps gerettet hätten.

    • Hier noch eine kleine Ergänzung zum Artikel. Ein gesundes 2012 noch.
      Weit daneben ist auch vorbei
      Die Schätzungen für 2011 zum Nachlesen
      Wo steht der Dax Ende 2011 (in Punkten)?
      Endstand Tief/Hoch
      Bank Julius Bär
      7800 6700 - 8200
      Bank of America
      7800 6300 - 8200
      Bankhaus Lampe
      7500 6000 - 7500
      Berenberg Bank
      7500 6700 - 7700
      BHF-Bank
      7600 6000 - 7600
      BNP
      8000 k.A.
      Commerzbank
      8200 6700 - 8300
      Citi
      8100 6400 - 8400
      DekaBank
      7300 7000 - 7500
      Deutsche Bank
      7500 6800 - 7800
      DZ Bank
      7700 k.A.
      Ellwanger & Geiger 7250 6250 - 7500
      Haspa
      7700 6400 - 8200
      Hauck & Aufhäuser 7500 6500 - 7800
      Helaba
      6200 5900 - 7200
      HSBC Trinkhaus
      7200 k.A.
      HSH Nordbank
      6800 6300 - 8000
      JP Morgan
      7800 4800 - 9550
      Landesbank Berlin
      7500 6000 - 8500
      LBBW
      7500 6200 - 8000
      Macquarie
      7600 6300 - 7900
      M.M.Warburg & Co 7750 6750 - 8150
      National Bank
      7400 5800 - 8000
      Natixis
      7800 6800 - 7800
      Nomura
      7750 5900 - 8300
      NordLB
      7500 6000 - 8000
      Pictet & Cie
      8200 6240 - 8320
      Postbank
      7250 6500 - 7500
      RBS
      8300 7000 - 9000
      SEB Bank
      7600 6300 - 8200
      Société Générale
      8300 6900 - 8300
      Syz & Co
      8000 6700 - 8000
      UBS
      8200 7100 - 8500
      Unicredit
      7400 6400 - 7600
      VP Bank
      7500 6650 - 7850
      Weberbank
      7800 6400 - 8200
      West LB
      7600 6600 - 8000
      WGZ-Bank
      6600 6300 - 7600
      Quelle: Handelsblatt, 30.12.2010



    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%