Wirtschaftsweise: Deutschland wächst weiter - aber langsamer

Wirtschaftsweise
Deutschland wächst weiter - aber langsamer

Die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro rechnet auch für 2011 mit Wachstum - allerdings in abgeschwächter Form. Die erfolgreiche Aufholjagd verdankt Deutschland nach Ansicht von Weder di Mauro sowohl der Politik als auch den Unternehmen.
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Die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro rechnet in diesem Jahr mit einem kräftigen Aufschwung der deutschen Wirtschaft. Die gute Entwicklung werde auch im kommenden Jahr anhalten, allerdings in abgeschwächter Form: "Ich erwarte 2011 durchaus wieder positive Wachstumsraten - wenn auch nicht über drei Prozent wie dieses Jahr", sagte das Mitglied des Sachverständigenrates. Aber die Belastungen und Risiken in Europa und in der Weltwirtschaft seien weiter hoch. "Eine ganze Reihe von Ländern muss gleichzeitig Exzesse im Immobiliensektor abbauen, Wettbewerbsfähigkeit aufbauen und Haushalte konsolidieren", sagte die Volkswirtin. Daher sei es "noch schwer abzuschätzen, wie hoch der langfristige Schaden in Form niedrigerer Wachstumsraten bleibt".

Die erfolgreiche Aufholjagd nach dem tiefen Konjunktureinbruch im vergangenen Jahr und die unerwartet gute Entwicklung des Arbeitsmarktes verdankt die deutsche Wirtschaft nach Ansicht von Weder di Mauro sowohl Politik als auch Unternehmen und Gewerkschaften: "Die Politik hat einen wesentlichen Beitrag geleistet", sagte sie. Die von der Regierung ermöglichte Kurzarbeit könne aber nur rund ein Drittel des Arbeitsplatzerhaltes erklären. "Die übrigen haben sehr flexible Reaktionen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer gerettet, die nach einer Phase, in der die Kapazitäten nicht nur ausgelastet, sondern teilweise überausgelastet waren, möglich waren." Zudem dürfe man die "außerordenlichen Maßnahmen der Geldpolitik nicht vergessen, die ja nach wie vor anhalten", so Weder di Mauro.

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