Word Economic Outlook
IWF erwartet stärkeres Wachstum

Die Weltwirtschaft könnte in diesem Jahr trotz des hohen Ölpreises so stark wachsen wie seit 25 Jahren nicht mehr. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechne in seinem noch unveröffentlichten Word Economic Outlook mit einem Plus von 4,9%, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf IWF-Kreise.

HB/asr DÜSSELDORF. Bereits im Frühjahr hatte der Fonds seine Prognose für das globale Wachstum auf 4,6% von 4,0% angehoben. Für 2005 rechnet der Fonds der Zeitung zufolge nach wie vor mit einem Zuwachs von 4,4%.

In vielen Teilen der Welt werde die Wirtschaft 2004 stärker wachsen als im Frühjahr vorausgesagt, heißt es dem Blatt zufolge in der vorläufigen Fassung des Berichts. Der hohe Ölpreis berge aber Risiken für die Zukunft. Die USA, China und Japan wachsen demnach 2004 kräftig. Auch Deutschland profitiere über seine Exporte vom globalen Aufschwung, hinke aber aufgrund der schwachen Binnennachfrage dennoch weiter hinterher.

Der US-Index der Frühindikatoren ist im Juli den zweiten Monat in Folge gefallen. Das Barometer gab um 0,3 Prozent auf 116,0 Punkte nach, wie das private Forschungsinstitut Conference Board gestern mitteilte. Das ist der der stärkste Rückgang seit Februar 2003. Volkswirte hatten im Vorfeld nur mit einem Absinken von 0,1 bis 0,2 Prozent gerechnet. Der Index gibt Auskunft über die erwartete Wirtschaftsentwicklung in den kommenden drei bis sechs Monaten. as Institut verweist darauf, dass die Daten der vergangenen zwei Monate eine „weit verbreitete Schwäche“ der Frühindikatoren andeuten.

Joseph A. LaVorgna, Ökonom bei der Deutschen Bank, geht davon aus, dass die jetzt veröffentlichten Daten bald nach oben revidiert werden dürften. Die Annahmen des Conference Boards seien zu pessimistisch. Er erwartet für das zweite Halbjahr ein Wachstum von mindestens 4 Prozent.

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