WTO
Welthandel droht schlimmster Einbruch

Der Welthandel droht in diesem Jahr so dramatisch einzubrechen wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Handelsvolumen werde um neun Prozent schrumpfen, sagt die Welthandelsorganisation (WTO) am Montag voraus.

HB GENF. Grund sei die erlahmende Nachfrage in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Mit ihrer Prognose ist die WTO pessimistischer als der Internationale Währungsfonds (IWF), der im Januar einen Rückgang von 2,8 Prozent vorhergesagt hatte. Die WTO-Prognose unterstreicht, wie rasant die Wirtschaftskrise immer größere Ausmaße annimmt.

Laut WTO verlangsamte sich der Welthandel schon in der zweiten Jahreshälfte 2008 drastisch. Für das Gesamtjahr wurde aber noch ein Wachstum von zwei Prozent erzielt - nach sechs Prozent im Jahr 2007. Im vergangenen Jahr wuchs der Wert von Exportwaren weltweit noch um 15 Prozent auf 15,8 Billionen Dollar, der Wert exportierter Dienstleistungen um elf Prozent auf 3,7 Billionen Dollar. Deutschland war mit Güterexporten von 1,47 Billionen Dollar erneut Exportweltmeister - knapp vor China mit 1,43 Billionen Dollar.

Das Exportvolumen wird der WTO zufolge in diesem Jahr in den Industrieländern um zehn Prozent abnehmen. In vom Handel abhängigen Entwicklungsländern betrage der Rückgang zwei bis drei Prozent, so die WTO.

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