Zahlen des Statistischen Bundesamtes
Einzelhändler haben weniger Geld in den Kassen

Der befürchtete Umsatzeinbruch wegen der Mehrwertsteuererhöhung ist im Einzelhandel zum Jahresbeginn eingetreten.

HB BERLIN. Der Umsatz sank im Januar preisbereinigt (real) um 9,6 Prozent im Vergleich zum Dezember, wie die Bundesbank am Mittwoch mitteilte. Das war der stärkste Rückgang innerhalb eines Monats seit 1991. Im Vergleich zu Januar 2006 hatten die Händler real 3,4 Prozent weniger in den Kassen. Die Bundesbank, auch die Autoverkäufe und Tankstellenumsätze berücksichtigt, revidierte damit frühere Angaben leicht nach oben.

Trotz des schwachen Jahresauftakts sehen Experten gute Chancen, dass der private Konsum die Wirtschaft auch 2007 anschiebt. „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich ausgesprochen gut“, begründete Andreas Scheuerle von der DekaBank seinen Optimismus. Zudem dürften kräftige Lohnsteigerungen die Kauflaune der Verbraucher heben. „Der Aufschwung wird auch den privaten Konsum erreichen“, sagte Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim.

Im ersten Quartal dürfte der Konsum aber die Konjunktur noch bremsen. „Das Minus von Januar ist kaum mehr aufzuholen“, sagte Kastens. Die DekaBank rechnet nun mit einem stärkeren Rückgang des privaten Konsums um 0,8 Prozent zum Vorquartal. Bislang hatte sie ein Minus von 0,3 Prozent erwartet.

Im klassischen Einzelhandel ohne Autoverkäufe und Tankstellenumsätze sank der Umsatz von Dezember auf Januar um 3,9 Prozent und inflationsbereinigt (real) um 4,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Es revidierte damit seine Schätzung von Anfang März leicht nach oben. Dagegen fiel der Umsatzrückgang im Vergleich zu Januar 2006 mit 1,1 und real 1,6 Prozent etwas stärker aus als zunächst gemeldet.

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