Zahlen des Statistischen Bundesamtes
Export im ersten Halbjahr 2008 deutlich gestiegen

Die deutschen Exporte sind im ersten Halbjahr 2008 deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag bekanntgab, lagen sie mit 511,2 Milliarden Euro um 6,9 Prozent über dem Wert des Vorjahrs.

HB WIESBADEN. Auch preisbereinigt erhöhten sich die Ausfuhren immer noch um 6,8 Prozent. Besonders deutlich nahmen die deutschen Ausfuhren in osteuropäische Länder sowie in die sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) zu.

Die Exporte in die Mitgliedsländer der Europäischen Union erhöhten sich dabei um 5,0 Prozent auf 330,1 Milliarden Euro und stiegen somit geringer als die deutschen Gesamtausfuhren. In die Eurozone, zu der seit Anfang 2008 auch Malta und Zypern gehören, gingen Waren für insgesamt 218,6 Milliarden Euro (plus 3,9 Prozent), in die nicht zur Eurozone zählenden EU-Länder Waren für 111,5 Milliarden Euro (plus 7,3 Prozent). Die deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU stiegen um 10,4 Prozent auf 181,1 Milliarden Euro und damit noch stärker als die Gesamtausfuhren.

Besonders stark wuchsen die deutschen Ausfuhren in die neuen EU-Mitglieder Bulgarien und Rumänien. Im ersten Halbjahr 2008 lagen sie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 27,8 Prozent beziehungsweise 27,2 Prozent höher, wobei sich der Wert der nach Bulgarien und Rumänien ausgeführten Waren auf 1,4 Mrd. Euro beziehungsweise 4,4 Mrd. Euro belief. Aber auch die Versendungen nach Polen und in die Tschechische Republik verzeichneten zweistellige Zuwachsraten. Polen nahm im gleichen Zeitraum um 18,2 Prozent mehr deutsche Waren im Gesamtwert von 20,2 Mrd. Euro ab, die Tschechische Republik bezog 13,0 Prozent mehr Waren für insgesamt 14,4 Mrd. Euro.

Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten verzeichneten demgegenüber nur einen leichten Anstieg von 2,5 Prozent auf 36,8 Mrd. Euro, während die Ausfuhren nach Japan nahezu unverändert blieben (plus 0,7 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro).

Im Vergleich zu den Ausfuhren wiesen die deutschen Einfuhren im ersten Halbjahr 2008 ein leicht höheres Plus von 7,1 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum auf 407,6 Milliarden Euro auf. Aufgrund gestiegener Preise, vor allem im Energiebereich, verzeichneten die Importe preisbereinigt jedoch einen niedrigeren Zuwachs von 3,7 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%