Zahlen des Statistischen Bundesamtes für August
Stahl und Öl treiben Erzeugerpreise nach oben

Die deutschen Erzeugerpreise sind im August auf Höchststände geklettert. Preistreiber waren Mineralölerzeugnisse, Kohle und Stahl.

HB WIESBADEN. Die an die Produzenten gewerblicher Produkte gezahlten Preise legten im Schnitt um 0,3 Prozent zum Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Damit erhöhte sich die Jahresteuerung auf der Erzeugerstufe auf 2,2 Prozent von 1,9 Prozent im Juli. Das ist die höchste Jahresteuerungsrate seit August 2001. Der Anstieg der Jahresteuerungsrate verlangsamt sich allerdings. Im Juli lag er noch bei 0,6 Prozentpunkten. Volkswirte hatten für August auch mit einem höheren Wert gerechnet: 0,4 Prozent.

Dabei stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse zum Vormonat um 3,6 Prozent und zum Vorjahresmonat um 12,2 Prozent an und erreichten damit ein neues Rekordniveau. Besonders stark verteuerten sich leichtes Heizöl und Flüssiggas, die jeweils rund 30 Prozent mehr kosteten als ein Jahr zuvor. Starke Preiserhöhungen zum August 2003 verzeichneten die Statistiker auch bei Benzin, das 7,2 Prozent teurer war, und Diesel, der knapp 13 Prozent mehr kostete. Ohne Mineralölerzeugnisse wäre der gesamte Erzeugerpreisindex nur um 1,6 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen.

Bei anderen Energiearten verteuerten sich insbesondere Kohle um fast 27 Prozent und Strom um knapp sechs Prozent, während sich Erdgas binnen Jahresfrist um 6,5 Prozent verbilligte. Die Preise für Steinkohlebriketts zogen um stolze 46,7 Prozent an.

Auch die Stahlpreise kletterten auf neue Rekordhöhen. So war Walzstahl im Schnitt gut 29 Prozent teurer als im August 2003. Besonders hohe Preissteigerungen gab es bei Betonstahl und Walzdraht, die jeweils rund 60 Prozent mehr kosteten. Schwere Profile und Warmbreitband kosteten jeweils rund 40 Prozent mehr als vor einem Jahr. Rohre aus Eisen und Stahl verteuerten sich um gut 19 Prozent, organische Grundstoffe und Chemikalien um gut zwölf Prozent, Zement um rund sechs Prozent.

Billiger als vor einem Jahr waren dagegen Zeitungsdruckpapier (minus 9,7 Prozent) oder Klebstoffe und Gelatine (minus 7,1 Prozent).

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