Zahlen für das zweite Quartal Wachstum in der Eurozone stürzt ab

Die Zahlen zum Wachstum der Eurozone sind noch schlechter ausgefallen als erwartet. In Deutschland stagnierte die Wirtschaft fast. Damit steigt die Sorge vor einer neuen Konjunkturflaute.
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Frauen mit Einkaufstüten in der Kölner Fußgängerzone. Quelle: dpa

Frauen mit Einkaufstüten in der Kölner Fußgängerzone.

(Foto: dpa)

Neue Zahlen zum Wachstum der Eurozone erhöhen die Sorge vor einer Konjunkturflaute. Im zweiten Quartal 2011 schwächte sich das Wachstum in der Eurozone deutlich ab, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg in einer ersten Schätzung mit. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 17 Euro-Ländern legte danach im Vergleich zum Vorquartal nur um 0,2 Prozent zu. Damit lag es noch unter den ohnehin niedrigen Erwartungen von Ökonomen, die einen Zuwachs von 0,3 Prozent erwartet hatten. Von Januar bis März war die Wirtschaft in der Eurozone noch um 0,8 Prozent gewachsen.

Ausschlaggebend für den Rückfall war vor allem die Schwäche der deutschen Wirtschaft. In den Euro-Staaten Frankreich und Portugal sowie in Ungarn stagnierte die Wirtschaft im zweiten Quartal. Am besten schnitten unter den Euro-Ländern Estland (1,8 Prozent), Finnland (1,2 Prozent) und Österreich (1,0 Prozent) ab.

Zuvor hatte bereits das Statistische Bundesamt bekannt gegeben, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal fast stagnierte. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von April bis Juni nur noch um 0,1 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr, teilte das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mit. „Das ist das langsamste Wachstum seit Jahresbeginn 2009, als die Finanzkrise ihren Höhepunkt erreichte“, sagte ein Statistiker.

Die 45 von Reuters befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet, wobei ihre Prognosen von 0,2 bis 0,8 Prozent reichten. Das Wachstum für das erste Quartal korrigierten die Statistiker gleichzeitig von 1,5 auf 1,3 Prozent nach unten. „Die privaten Konsumausgaben und die Bauinvestitionen bremsten die deutsche Wirtschaft im zweiten Vierteljahr 2011“, hieß es. Weil die Importe schneller stiegen als die Exporte, kamen auch vom Außenhandel negative Impulse. Dagegen zogen Investitionen der Unternehmen an und hielten die Wirtschaft damit auf Wachstumskurs. Details wollen die Statistiker am 1. September nennen.

Konsum in Deutschland überraschend schwach
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34 Kommentare zu "Zahlen für das zweite Quartal: Wachstum in der Eurozone stürzt ab"

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  • Ja logich ist das ein enormer Absturz, da fallen doch die Boni für die Manager ein bißchen geringer aus und das geht ja nun gar nicht

  • Na klar. Ich könnte mich immer kringeln über diesen Warenkorb.
    Man kauft ja auch jeden Monat eine Waschmaschine, TV-Geräte usw.
    Dieser Warenkorb ist die reinste Leuteverdummung

  • Sie haben noch vergessen, dass die Umstellung von DM auf Euro eine 100%ige Preiserhöhung war und der Binnenmarkt total zusmmen brach
    Komisch, dass da keiner drüber redet. Das verdrängen unser Akteure

  • Ja, fangen wir alle wieder mit 40 € oder DM an
    Hatten wir ja schon mal

  • Nein, wir Detuschen zumindest, denn wir zahlen ja das meiste, machen es wie diese Kuh in Bayern, wir verstecken uns ganz tief ind en Bayer. Wäldern. Da findet uns keiner und kann kein Geld mehr von uns kriegen

  • Sie bringen es genau auf den Punkt.
    Gestern konnte man noch lesen, wie gut es der Wirtschaft geht und sie enorm viele neue Arbeitsplätze geschaffen hat und noch schaffen will und heute lesen wir dann das Gegenteil.
    Leuteverarschung hoch Drei ist das und nicht mehr ernst zu nehmen.
    Das alles erinnert mehr und mehr an Göppels-Propaganda kurz vor dem völligen Zusammenbruch, als er immer noch schrie "und wir siegen doch"

  • Operation gelungen, Patient tot. Es ist an der Zeit für Andela Merkel den Hut zu nehmen.

    Frau Merkel ist eine Schönwetter-Kanzlerin. Wir brauchen jetzt Leute mit Wirtschaftsverstand und Unternehmergeist.

    Die Binnennachfrage muss gesteigert werden, die Wirtschaft muss fit gemacht werden für die globalen Märkte und die Löhne müssen steigen. Man kann nicht immer nur auf Lohnkürzungen setzen, das ist doch nur "race to the bottom". Arbeitslose unter 35 sollten in die Weiterbidlung gehen statt auf Sozialhilfe zu hoffen.

    Es müssen harte Entscheidunen getroffen werden. Das PIG muss den Euro verlassen. Als Überlaufbecken für die deutsche Wirtschaft hat es erbärmlich versagt. Das PIG hat sich in Monsterländer auf Sozialhilfe verwandelt die dem Euro jetzt das Blut bis auf die Knochen absaugen werden.

    Wenn es wirklich hart auf hart kommt muss man dem Euro auch adieu sagen können. Das sture Festhalten ans System und Durchhalteparolen gehen immer auf Kosten des Steuerzahlers. Wenn nicht Deutschland, dann werden Finnland oder Holland den Stecker ziehen. Und das ist auch gut so!

    Man darf die Politik jetzt nicht aus der Pflicht nehmen.

  • Zu dem Thema habe ich gerade noch den folgenden sehr treffenden Artikel gefunden:

    http://www.marktorakel.com/index.php?id=2230276779540259343

  • Wo siehst du bitte den DOW im Plus???

    Aktuel -150,3 Punkte und -1,31%

    Quelle Turbodepot.de

  • Stimmt, das Wort "Absturz" ist reißerisch. Trotzdem ist der Zenit der deutschen Wirtschaft erreicht und kein Wachstum mehr in Zukunft zu erwarten! Warten wir mal die Zahlen für das dritte und vierte Qartal ab. Die werden nicht mehr so rosig aussehen!

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