Zahlen für Juli veröffentlicht
Britische Jahresteuerung erreicht Rekordniveau

Die britische Verbraucherpreisinflation hat sich im Juli stärker beschleunigt als erwartet. Die Jahresteuerung kletterte auf 4,4 Prozent und weist damit in einem rückberechneten Index die stärkste Rate seit April 1992 auf, wie das Office for National Statistics am Dienstag mitteilte. Frankreichs Verbraucherpreise blieben im Juli hingegen konstant.

HB LONDON/PARIS. Die Statistikbehörde verzeichnet zudem die höchste Teuerung seit Beginn der Berechnung des gegenwärtigen Index im Januar 1997. Im Juni hatte die Teuerung 3,8 Prozent betragen. Volkswirte hatten im Mittel für Juli eine Rate von lediglich 4,1 Prozent prognostiziert.

Im Vergleich zum Vormonat blieben die britischen Verbraucherpreise im Juli unverändert, nachdem sie im Juni um 0,7 Prozent gestiegen waren. Ökonomen hatten einen monatlichen Rückgang um 0,3 Prozent erwartet. Die Inflationsrate ist damit im Juli mehr als doppelt so hoch wie das Inflationsziel der Bank of England (BoE) von zwei Prozent und liegt seit drei Monaten in Folge um mehr als einen Prozentpunkt über dem Inflationsziel. Sollte die Teuerung auch im August über drei Prozent verharren, müsste BoE-Gouverneur Mervyn King erneut einen erklärenden Brief an den Schatzkanzler schreiben.

Die französische Jahresteuerung hat sich im Juli hingegen nicht weiter beschleunigt. Der Verbraucherpreisindex lag wie bereits im Juni um 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau und wies damit weiterhin die höchste Teuerung seit 17 Jahren auf. Volkswirte hatten im Mittel einen Anstieg der Teuerung auf 3,7 Prozent erwartet.

Im Vergleich zum Vormonat sanken die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent, wie die Statistikbehörde Insee am Dienstag weiter mitteilte. Im Juni waren sie um 0,4 Prozent gestiegen. Ökonomen hatten einen Rückgang auf Monatssicht um lediglich 0,1 Prozent prognostiziert.

Als Hauptgrund für den monatlichen Preisrückgang werden Preissenkungen bei Bekleidung und Schuhen im Zuge von Sommersonderverkäufen genannt. Preisrückgängen bei frischen Lebensmitteln hätten nur zu einem geringen Teil beigetragen, hieß es. Ohne Berücksichtigung von Energie hätte der monatliche Rückgang 0,3 Prozent und der Anstieg im Jahresvergleich 2,4 Prozent betragen. Der EU-harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent. Die Jahresteuerung stellte sich auf 4,0 Prozent.

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