Zeichen der Entspannung
US-Verbrauchervertrauen hellt sich deutlich auf

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung hat sich im Mai so stark verbessert wie seit sechs Jahren nicht mehr. Die Häuserpreise in den 20 größten Ballungsgebieten der USA sind indes im ersten Quartal so stark gesunken wie noch nie.

HB NEW YORK. Der entsprechende Index stieg auf 54,9 von revidiert 40,8 Zählern im April, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mitteilte. Damit erreicht das Barometer zudem seinen höchsten Stand seit acht Monaten. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf lediglich 42,0 Punkte gerechnet.

Die wichtigsten amerikanischen Aktienindizes starteten am Dienstag beflügelt von den positiv aufgenommenen Konjunkturdaten mit Gewinnen in den Handel . Händler verwiesen auf die Entwicklung des Verbrauchervertrauens im Mai als Stimmungsaufheller.

Vor allem die ersten Anzeichen für eine Entspannung am Arbeitsmarkt beflügelten die Stimmung. So gaben weniger US-Bürger an, es sei schwierig, einen neuen Job zu erhalten, wie die Forscher mitteilten. „Die Verbraucher sind deutlich weniger pessimistisch, als sie es früher in diesem Jahr waren“, sagte Lynn Franco von dem Institut.

Der Index der gegenwärtigen Lage legte leicht zu auf 28,9 Zähler von 25,5 Punkten. Der Erwartungsindex sprang auf 72,3 Punkte nach 51,0 Zählern im April. Die Stimmung der Verbraucher gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.

Die Häuserpreise in den 20 größten Ballungsgebieten der USA sind indes im ersten Quartal so stark gesunken wie noch nie. Der Case-Shiller-Hauspreisindex sei zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 19,1 Prozent zurückgegangen, teilte das private Institut S&P/Case-Shiller am Dienstag in Washington mit. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen vor 21 Jahren.

Der Preisrückgang hielt im März den 22. Monat in Folge an. Der Rückgang in den 20 Regionen betrug 18,7 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Rückgang war damit stärker als von Ökonomen erwartet.

Zum Vormonat sank der Indikator im März um 2,2 Prozent, nachdem er im Februar um 2,1 Prozent gefallen war. Die Talfahrt der Häuserpreise hält damit an. Ihren Höhepunkte hatten die Häuserpreise Mitte 2006 erreicht.

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