Zeitungsbericht
Notenbanken lockern Regeln für Krisenzeiten

Die wichtigsten Notenbanken der Welt planen einem Medienbericht zufolge eine gravierende Änderung ihrer Regeln, um ein Austrocknen des Geldmarkts in künftigen Krisen zu verhindern.

HB BERLIN. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, wollen die Europäische Zentralbank (EZB), die US-Notenbank Fed und weitere große Zentralbanken den Zugang zu Liquidität in Notfallzeiten deutlich erleichtern. Demnach sollen europäische Banken zum Beispiel auch dann Geld von der Fed erhalten, wenn sie dafür Wertpapiere hinterlegen, die auf Euro lauten. Bislang akzeptieren die Notenbanken nur Sicherheiten in der eigenen Währung. Die Zentralbanken ziehen dem Bericht zufolge mit ihren Plänen weitreichende Konsequenzen aus der aktuellen Finanzkrise.

Das Financial Stability Forum (FSF), in dem unter anderem Aufseher und Notenbanker vertreten sind, hatte schon im April angeregt, dass die Notenbanken Sicherheiten in Fremdwährungen annehmen sollen. Dass sie das bislang unterlassen, gilt als wichtiger Grund für die seit Monaten angespannte Lage an Teilen des Geldmarkts. Am Geldmarkt versorgen sich die Banken mit Liquidität. Seit Ausbruch der Finanzkrise vor gut einem Jahr drohte der Markt mehrmals auszutrocknen, da die Banken sich kaum mehr vertrauten und untereinander weniger Geld liehen.

Den Bericht der FTD finden Sie hier.

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