Zentralbanken haben Preisstabilität im Blick
Greenspan schließt kräftige Zinserhöhungen nicht aus

Für den Fall unerwartet stark anziehender Inflation schließt die US-Notenbank (Fed) eine kräftige Zinserhöhung nicht aus. Das sagte US-Notenbank-Chef Alan Greenspan während einer Podiumsdiskussion in London, an der unter anderem auch EZB-Chef Jean-Claude Trichet teilgenommen hat.

HB LONDON. Die Notenbanken der USA und der Euro-Zone haben ihre Bereitschaft unterstrichen, Preisstabilität auch angesichts der weltweiten Konjunkturerholung und höherer Ölpreise sicherzustellen. Den starken Ölpreisanstieg der vergangenen Monate behalten die Währungshüter als mögliche Quelle für steigende Inflationsraten fest im Blick.

Die Geldpolitik müsse in nur mäßigem Tempo gestrafft werden, bekräftigte US-Notenbankpräsident Alan Greenspan bei einer Podiumsdiskussion am Dienstag in London, zu der er per Videoleitung zugeschaltet war. Sollten sich die Annahmen, die dieser Einschätzung zu Grunde lägen, als falsch erweisen, sei die US-Notenbank vorbereitet, ihrer Verpflichtung nachzukommen, für Preisstabilität zu sorgen. US-Aktien gaben zeitweise leicht nach, da die Anleger nach Greenspans Äußerungen vermuteten, die Fed könne bei der geplanten Zinserhöhung das Tempo stärker forcieren als bisher erwartet.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, versicherte, trotz der stark gestiegenen Ölpreise werde im kommenden Jahr Preisstabilität mit Inflationsraten unter zwei Prozent erreicht. Beide Zentralbankchefs erklärten außerdem, das Sichern eines stabilen Preisniveaus sei die beste Voraussetzung für robustes Wirtschaftswachstum.

In den USA wächst die Wirtschaft bereits mit weitaus stärkeren Raten als im Euroraum, so dass die lange Zeit niedrigen Inflationsraten dort schon früher ansteigen können als in der Euro-Zone. Deshalb erwarten die Finanzmärkte von der US-Notenbank Federal Reserve bereits bei ihrer nächsten Sitzung am 30. Juni eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte.

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