ZEW-Barometer
Konjunkturaussichten deutlich schwächer

Professionelle Anleger und Analysten haben die deutschen Konjunkturaussichten im November aufgrund der Finanzmarkkrise deutlich negativer bewertet als im Vormonat. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung befürchtet, dass sich die Konjunkturdynamik erheblich verlangsamt.

HB BERLIN. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im November deutlich um 14,4 Punkte gesunken und betragen nun minus 32,5 Punkte nach minus 18,1 Punkten im Vormonat. Damit liegen sie deutlich unter ihrem historischen Mittelwert von 31,8 Punkten, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte.

„In Folge der Kreditkrise, die sich immer weiter ausweitet, haben die Finanzmarktexperten ihre Erwartungen abermals nach unten korrigiert“, teilte das ZEW mit. Insbesondere erwartete das Zentrum eine deutliche Konjunkturabschwächung in den USA. Auch der schwache US-Dollar sorge für erschwerte Bedingungen für die deutsche Exportindustrie. Weitere Risikofaktoren stellten der hohe Ölpreis und die Entwicklung der Verbraucherpreise dar.

Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Rückgang auf minus 20,0 Zähler gerechnet nach einem Stand von minus 18,1 im Oktober und September. Der Index für die Lage sank auf 70 Punkte von 70,2 Punkten. Volkswirte hatten hier mit einem Rückgang auf 68,0 Punkten gerechnet. „Es ist zu befürchten, dass sich die Konjunkturdynamik nicht unerheblich verlangsamen wird“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz zu der Umfrage.

An der Befragung im Rahmen des ZEW-Finanzmarkttests haben sich 269 Analysten und institutionelle Anleger beteiligt. Sie wurden nach ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt. Der Indikator Konjunkturerwartungen gibt die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung auf Sicht von sechs Monaten in Deutschland wieder.

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