ZEW-Barometer steigt kräftig Gegenwind durch Euro-Krise lässt nach

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind so gut wie seit drei Jahren nicht mehr - zeigt das ZEW-Barometer. Finanzexperten glauben, dass es bald aufwärts geht. Das schlechte vierte Quartal scheint abgehakt.
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ZEW-Umfrage: Weitere Lichtblicke für die Wirtschaft

MannheimDie Stimmung unter den Investoren in Deutschland hat sich im Februar deutlicher verbessert als erwartet. Der Anstieg des vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim ermittelten Indexes der Konjunkturerwartungen auf den höchsten Stand seit annähernd drei Jahren ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass die größte Volkswirtshaft Europas sich von ihrer Schwäche erholt.

Der ZEW-Index, der die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten sechs Monate vorhersagen soll, ist von 31,5 im Januar auf 48,2 im Februar geklettert. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 35 gerechnet, so die mittlere Prognose von 38 Teilnehmern einer Bloomberg-Umfrage.

Am Montag hatte die Bundesbank bereits erklärt, sie rechne mit einer Rückkehr der deutschen Wirtschaft in die Wachstumszone noch in diesem Quartal. Im vierten Quartal war das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken, mehr als erwartet. Rückläufige Exporte und verschobene Unternehmensinvestitionen bremsten die Wirtschaftstätigkeit.

“Die Daten aus Deutschland sind weiterhin gut und die Aufwertung des Euro hat bisher noch keine großen Auswirkungen”, sagte Jürgen Michels, Chefvolkswirt Eurozone bei Citigroup Inc. in London. “Die Daten aus dem Rest der Region sind eher durchwachsen, da die Probleme in den Staatshaushalten und bei den Konsumenten weiter anhalten.”

Die Bundesbank rechnet für 2013 mit einem Wachstum von 0,4 Prozent in Deutschland. Für die Eurozone prognostiziert die Europäische Zentralbank eine Schrumpfung des Bruttoinlandsproduktes um 0,3 Prozent. “Die Konjunkturerwartungen in der deutschen Wirtschaft haben sich in den vergangenen drei Monaten recht zügig und in einem bemerkenswerten Ausmaß erholt”, erklärte die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht für Februar. “Für das erste Quartal 2013 kann aus heutiger Sicht mit einem Plus bei der gesamtwirtschaftlichen Erzeugung gerechnet werden.” Für den weiteren Verlauf des Jahres zeichne sich eine allmähliche konjunkturelle Belebung ab, so die Bundesbank.

  • rtr
  • Bloomberg
  • dpa
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21 Kommentare zu "ZEW-Barometer steigt kräftig: Gegenwind durch Euro-Krise lässt nach"

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  • Es ist total erschreckend, we diese ZEW-Kennzahl entsteht. Offensichtlich führt eine vorübergehende "Windstille" im Auge des Tornados dazu, eine Wetterbesserung zu prophezeien.

    Es hat sich schon mal einer geirrt. Wenn sich ganze Gruppen von hochbezahlten Managern irren, was ist das dann?

  • Ich liebe es, wenn es so richtig brummt.

    Dann hat man ja keine Probleme dem Arbeitnehmer den realen Kaufkraftverlust als Lohnerhöhung zu geben. 8%, damit ich mir dasselbe leisten kann wie letztes Jahr, passen annähernd.

    Stell mir gerade das Gesicht von Herrn Hundt vor.

    Schönen Tag noch.

  • Glorreich, natürlich. Verzeihung.

  • "Der ZEW-Index, der die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten sechs Monate vorhersagen soll"

    Was hat dieser Index denn zu den wirtschaftlich so gloreichen Zeiten wie um 2000 und natürlich 2007 gesagt?

  • Gratuliere! Best-oberflächlichler Beitrag des Jahres!! Unsere "Investoren" müssten sich mal kurz in einer Deutschen Innenstadt umschauen, oder erst recht in einer Süd-Europäischen. Da könnte mancheiner vom Gegenwind umgeworfen werden. Aber für die wirkliche Realität haben sie bestimmt keinen Magen.

  • Kann Ihren Frust nachvollziehen, aber es gibt ja noch Alternativangebote jenseits des Mainstreams.

    Zum Beispiel die nachdenkseiten.de

    Man will sich ja auch nicht vom System "stumm schalten" lassen, oder?

  • Hat er nachweislich nie gesagt. Hat ihm Goebbels Ministerium untergeschoben.

  • Soso, der Grund für das Wunderwachstum sind also Länder wie Malaysia, Indonesien, Peru, Tunesien... Da wird schon Einiges klar, das Fudament ist noch tönener als es im Euroraum je war!

  • Ich werde meinen Internetzugang zum nächstmöglichen Termin kündigen. Meinen Fernseher habe ich schon vor Jahren abgeschafft - und, hat es mir geschadet? NEIN!
    Kein Interesse mehr an diesen ständigen widersprüchlichen Meldungen und gekauften Lobbyistenbeiträgen und dieser täglichen Leserverdummung.
    Mit der Hoffnung, dass viele Medienverlage wie HB, Spiegel, stern, Focus dadurch weitere Auflagenverluste einfahren.
    Ich habe mittlerweile genug von dieser ganzen deutschen TV- und Medienlandschaft.

  • Wie hieß doch der letzte Artikel zu diesem Thema? Ach richtig:

    BIP schrumpft um 0,6 Prozent: Europas Rezession holt deutsche Wirtschaft ein

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