ZEW-/DIHK-Umfragen
Hoffnung auf Ende der Wirtschaftskrise wächst

Etwas zurückhaltender fällt die Prognose des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) aus. Das Durchschreiten der Talsohle lasse noch auf sich warten, erklärten die Experten. Die Kammerorganisation änderte zugleich ihre Prognose für den Konjunkturverlauf in diesem Jahr: Wie die Bundesregierung erwartet sie nun einen Einbruch um sechs Prozent.

Der Weg aus der Krise werde insgesamt sehr holprig verlaufen, auch weil die Finanzierung neuer Aufträge für viele Unternehmen schwierig werde. Als positiv bewertete der DIHK, dass der beispiellose Einbruch im Export allmählich ein Ende finde. "Endlich besteht die Chance, dass die Wirtschaft sich aus ihrer Schockstarre löst", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

Die Geschäftsperspektiven hätten sich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Lichtblicke kämen vor allem aus China, aber auch aus einigen EU-Staaten und den USA. Davon profitierten die Vorleistungs- und Investitionsgüterindustrie. Die unsichere Finanzierungssituation entwickle sich allerdings immer mehr zu einem Hemmschuh des Exportgeschäfts.

Die Unternehmen dürften ihre Investitionen in den nächsten Monaten weiter zurückfahren, wenn auch nicht mehr so stark wie noch zu Jahresbeginn. Die Ausgaben der Firmen lägen immer noch auf dem Niveau des Rezessionsjahres 2003. Eine branchenübergreifende Kreditklemme gebe es derzeit nicht; die Banken lehnten drei Prozent der Kreditanfragen von Firmen ab. "Ein Viertel der Unternehmen sieht sich aber mit schlechteren Kreditkonditionen und gerade im Exportbereich auch mit echten Finanzierungsengpässen konfrontiert." In den nächsten Monaten dürfte es nach DIHK-Einschätzung zu einem weiteren Beschäftigungsabbau kommen.

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