ZEW-Indikator
Finanzmärkte sehen Wirtschaft etwas optimistischer

Einer Umfrage unter Finanzmarktexperten zufolge haben sich die Chancen auf eine weitere wirtschaftliche Erholung in Deutschland im Juni zum ersten Mal in diesem Jahr wieder leicht erhöht.

HB BERLIN. Der Saldo der Konjunkturerwartungen in der monatlichen Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter Analysten und institutionellen Anlegern sei auf 47,4 von 46,4 Punkten gestiegen, teilte das ZEW am Dienstag mit. Die gegenwärtige Lage bewerteten die Befragten etwas weniger pessimistisch als im Vormonat. Trotzdem sprachen das ZEW und Analysten von einem enttäuschenden Ergebnis. „Die Hoffnungen auf einen deutlichen Anstieg haben sich nicht erfüllt, obwohl einige realwirtschaftliche Daten in Richtung einer konjunkturellen Erholung deuten“, erklärte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.



Der Deutsche Aktienindex (Dax) reagierte auf den ZEW-Index lediglich mit kurzen Kursschwankungen, pendelte sich dann aber wieder auf dem Ausgangsniveau bei 3974 Punkten ein und notierte damit rund 0,3 % unter Vortagesschluss. „Die Abweichungen von den Erwartungen waren nicht groß genug, um dem Markt wirklich Impulse zu geben. Außerdem wartet derzeit ohnehin jeder auf die Zins-Entscheidung der USA in der kommenden Woche. Vorher will sich niemand festlegen“, sagte ein Aktienhändler.

„Der Indikator signalisiert weiterhin vorsichtigen Optimismus für eine weitere Konjunkturerholung“, erklärte Franz. Belastend wirke aber nach wie vor der hohe Ölpreis, der nicht zuletzt für den aufkommenden Inflationsdruck und die steigenden Zinserhöhungserwartungen verantwortlich sei. Positiv schlage im Juni jedoch die kräftige Außennachfrage, der starke deutsche Auftragseingang und die Beruhigung auf den Ölmärkten zu Buche.

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