ZEW-Konjunkturerwartungen steigen

Aufschwung voraus!

Mit den Konjunkturerwartungen ging es in diesem Jahr bisher nur in eine Richtung: nach unten. Dieser Trend ist nun gebrochen. Erstmals steigt der ZEW-Index 2014. Für die leichte Zuversicht gibt es verschiedene Gründe.
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Aufschwung voraus: Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind erstmals in diesem Jahr gestiegen. Quelle: dpa

Aufschwung voraus: Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind erstmals in diesem Jahr gestiegen.

(Foto: dpa)

Nach einer langen Durststrecke blicken Börsenprofis wieder mit größerem Optimismus auf die deutsche Wirtschaft. Das Barometer für die ZEW-Konjunkturerwartungen stieg im November auf plus 11,5 Zähler von minus 3,6 Punkten im Vormonat, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner Umfrage unter 220 Anlegern und Analysten mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit plus 0,5 Punkten gerechnet. „Erstmals im aktuellen Jahr steigen die ZEW-Konjunkturerwartungen“, sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest.

Dazu dürften die Wachstumszahlen für die Euro-Zone beigetragen haben, die aus seiner Sicht für eine wirtschaftliche Stabilisierung sprechen. Der Währungsraum schaffte im dritten Quartal ein Plus von 0,2 Prozent. Die Börsianer bewerteten auch die aktuelle Lage etwas besser als zuletzt. Dieses Barometer stieg leicht auf 3,3 Punkte. Hier hatten Ökonomen mit 1,8 Zählern gerechnet.

Die deutsche Wirtschaft war im Sommer haarscharf an einer von manchen Experten befürchteten Rezession vorbeigeschrammt und um 0,1 Prozent gewachsen. Für Zuversicht sorgte auch, dass Exporte und Industrieaufträge trotz eines schwierigen Umfelds im September zulegen konnten.

Der Anstieg der Konjunkturerwartungen ist der erste nach zehn Rückgängen in Folge. Nach Einschätzung von Volkswirten ist es noch zu früh, von einer Trendwende beim Stimmungsindikator zu sprechen. Die bessere Stimmung unter Finanzmarktexperten sei unter anderem auch mit der jüngsten Erholung an den Aktienmärkten zu erklären, hieß es.


Das ZEW gibt trotz der Stimmungsaufhellung keine Entwarnung für die deutsche Wirtschaft. „Das wirtschaftliche Umfeld bleibt angespannt“, sagte Institutschef Clemens Fuest. Als Grund nannte er die weiter anhaltenden geopolitischen Spannungen.

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16 Kommentare zu "ZEW-Konjunkturerwartungen steigen: Aufschwung voraus!"

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  • Der Stimmungsindex ZEW beruht auf dem Wachstum im Q 3.

    Das aber stieg nur deswegen, weil die Berechnung neu justiert wurde:
    Von exclusiv Schattenwirtschaft zu inclusive derselben.

    Nun werden alle auch kriminellen Taten dazu gezählt.
    Wäre auf vergleichbarer Basis gerechnet worden, hätten wir eine exemplarische Rezession durch zweimaliges Quartals-Minuswachstum hintereinander.

  • Zum Artikel muss ich sagen, es ist ja lobenswert das sie die Bevölkerung aus ihrer Depression erlösen wohlen. Die Umfragen vom ZEW sind etwa so viel Wert wie auf dem Papier es geschrieben ist.

  • alias X_TRADER.....

    aber das HBO schaut zu,die finden es wahrscheinlich noch lustig.....

  • @Herr Marc Hofmann

    Ihre optimistische Haltung, oder blindes Vertrauen in die Technik in allen Ehren. Aber ihnen ist sicher nicht entgangen, das es schon zwei Mal, zwei Atomkraftwerke kollabiert sind mit den daraus entstehenden Schäden für Umwelt und den Menschen. Was das Fraking und Genmanipulationen an geht, sagen sie sicher, das Restrisiko kann man vernachlässigen. Aber wenn die Umweltschäden einem nicht betrifft, ist ja nicht ihr Problem, solange ihr Grundwasser nicht Verseucht ist, ihre Kinder keine Strahlungschäden aufweisen. Sie sind sicher einer der sagt, nach mir die Sintflut.

  • Jetzt hört halt endlich auf mit dieser gesteuerten EU-Deutschen Lügenpropaganda einer DDR-Volkskammer!
    Der ESM und das EEG verhindern jeden Aufschwung. Noch kommt eine zunehmende Technikfeindlichkeit (Kernkraftausstieg, Frakingverbot, Genverbot usw.) in Deutschland hinzu, dass einem wertschöpfenden und wohlstandsschaffenden Wirtschaftsaufschwung komplett im Weg steht! Erst wenn der letzte Grün-Sozialist im schwarzen Gewand aus der EU vertreiben ist und die EU Mafiastrukturen von Greenpeace und Co. aufgelöst sind, kann wieder technischer Verstand und kaufmännische Vernunft in Europa frei in einer Marktwirtschaft zum Wohle aller seine Arbeit aufnehmen!

  • Wer hat denn diesen [...] Artikel geschrieben, das Kanzleramt oder das Finanzministerium.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Wenn ich schon das Wort Leistungsträger lese könnte ich kotzen[...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Wie will man so ein Thema überhaupt noch ernsthaft kommentiern, ohne gleich zynisch zu werden?
    Also bitteschön: wegen der Euro-Fehlkonstruktion (und zusätzlich sozialistischen Geisterfahrern) geht gerade die Wirtschaft in Frankreich den Bach hinunter, die italienische und spanische Wirtschaft sind schon so gut wie tot. Alle diese Staaten müssten DRINGEND abwerten (mit einer eigenen Währung) und können es nicht. Zusätzlich steigt wegen der vorherrschenden Deflationserwartung der Dollarindex (USDX), was die amerikanische Wirtschaft abwürgt und Exporte verteuert. Somit profitiert die deutsche Exportwirtschaft - und nur die - kurz- bis mittelfristig insbesondere auf Kosten der Wirtschaft in den anderen EU-Staaten (da ein Großteil der deutschen Exporte in der EU verbleibt) und am langen Ende (wegen der Bürgschaften und Haftungen) natürlich auf Kosten des deutschen Steuerzahlers.

  • Haben Sie schon Mal von den armen Rechtsanwaltsgehilfen gehört? Nicht? Das wundert mich. Ich höre bereits seit Jahren davon, und in den Lohnvergleichsrechnern hier im Internet findet man die Informationen auch. Anwaltsgehilfen haben eine Ausbildung und verdienen trotz der Mercedes Benz fahrenden Chefs mit langer Berufserfahrung sehr wenig Geld. Sie bekommen, so ist mein Eindruck in den letzten zwei Jahren gewachsen, einen Lohn auf Friseurniveau. Ich meine den schlechten davon.

    Was sagen die Kanzleien denn zu einer Tarifbindung der Gehilfen. Interessieren würde mich das. Besser aber ist, dass die Gehilfen mehr Gehalt bekommen. Was in den Versicherungen und Banken gut funktioniert, kann doch in den Anwaltskanzleien nicht mit einem Male schlecht sein. Drum rauf mit mit den Vergütungen und Tarifrechtsbindung für die Gehilfen, damit die schwarzen Schafe ausgemerzt werden können. Auf anderen Wegen kommt man diesen ja nicht mehr auf legale Weise bei.




  • Die Anzahl an schwachsinnigen Kommentatoren mit sinnfreien Inhalten erreicht langsam das Niveau von gmx.de bzw web.de
    Zum Thema trägt das nichts bei.

    Wenn Deutschland einem Aufschwung entgegensehen kann ist dies ein positives Zeichen über das man mal etwas positives schreiben sollte anstatt hier arrogant oder einsilbrig zu schreiben.

    Armes Deutschland

    Von wegen jeder bekommt was er verdient- dank Agenda 2010 und Beamtenstaat sicher nicht

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