Zins bleibt bei 4,5 Prozent
Bank von England lässt Leitzins unverändert

Die Bank von England hat ihren Leitzins am Donnerstag wie weithin erwartet unverändert gelassen. Einige Experten rechnen angesichts des jüngsten Inflationsanstiegs bis zum Jahresende mit einer Anhebung um einen Viertel Prozentpunkt.

HB LONDON. Wie der Geldpolitische Ausschuss (MPC) der Bank am Mittag mitteilte, steht der Schlüsselzins damit weiterhin bei 4,50 Prozent. Eine Begründung wurde nicht gegeben, die Notenbank verwies auf das Protokoll der MPC-Beratungen, das am 19. Juli um 10.30 Uhr MESZ veröffentlicht werden soll. Zuletzt hatte die Bank ihren Leitzins im August 2005 um 25 Basispunkte gesenkt.

Beobachter gehen davon aus, dass der Leitzins auch für den Rest des Sommers nicht geändert wird, obwohl in der Tendenz mittelfristig mit einer Straffung der geldpolitischen Bedingungen gerechnet wird. So hat Bank-Gouverneur Mervyn King erst jüngst vor dem britischen Parlament hervorgehoben, dass sich das Wachstum der Wirtschaft zuletzt beschleunigt habe, während auf internationaler Ebene gleichzeitig die Inflationsrisiken zugenommen hätten.

Die jüngsten Wirtschaftsdaten würden sogar schon für einen Zinsschritt in diesem Jahr sprechen. So hat sich zuletzt gezeigt, dass die britische Wirtschaft im ersten Quartal mit 0,7 Prozent stärker gewachsen ist, als dies zunächst berechnet worden war. Gleichzeitig haben die in den vergangenen Wochen veröffentlichten Indikatoren eine anhaltende Stärke des Wachstums im zweiten Quartal angedeutet.

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