Zinsen bleiben tief

Britische Wirtschaft wächst

Für Großbritannien geht es schneller wieder aufwärts, als bisher erwartet: Für 2014 schätzt die britische Regierung das Wachstum auf 2,4 Prozent. An ihrem Sparkurs will sie jedoch trotzdem festhalten.
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Finanzminister George Osborne: „Der Wirtschaftsplan funktioniert. Aber noch ist nicht alle Arbeit erledigt." Quelle: Reuters

Finanzminister George Osborne: „Der Wirtschaftsplan funktioniert. Aber noch ist nicht alle Arbeit erledigt."

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LondonDie britische Regierung hält trotz eines stärkeren Wachstums an ihrem Sparkurs fest. Die Wirtschaftspolitik der Koalition von Premierminister David Cameron zeige Erfolge, sagte Finanzminister George Osborne am Donnerstag vor dem Parlament. Er bezeichnete es als Risiko, das Vorhaben aufzugeben. „Der Wirtschaftsplan funktioniert. Aber noch ist nicht alle Arbeit erledigt."

Die Wachstumsaussichten schätzt die Regierung nun deutlich besser ein als im März. Für das laufende Jahr hob sie ihre auf 1,4 Prozent von zuvor 0,6 Prozent an, für 2014 sagt sie mit 2,4 Prozent ebenfalls spürbar mehr vorher voraus. Es ist die stärkste Anhebung der Vorhersagen seit mehr als einem Jahrzehnt.

Doch der Aufschwung sei zyklisch, die grundsätzlichen Bedingungen für die britische Wirtschaft hätten sich nicht aufgehellt, warnten Konjunkturexperten der Regierung. Die Notenbank blieb derweil bei ihrer Niedrigzinspolitik und beließ den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent.

Das Wachstum in Großbritannien ist zwar stärker als in den meisten anderen Industriestaaten und weitaus kräftiger als in der Euro-Zone. Anders als viele Handelspartner ist die Leistung der Wirtschaft insgesamt aber immer noch niedriger, als sie es vor dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise 2008 war. Die Bank von England hat daher auch signalisiert, dass sie keinen Grund zur Eile sieht, die Konjunkturstützen zurückzufahren. Auch das seit längerem ruhende Anleihenankaufprogramm im Volumen von 375 Milliarden Pfund tasteten die Hüter des Pfund nicht an.

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