Zinsentscheidung
Fed erhöht Zinsen weiter moderat

Die US-Notenbank (Fed) hat den Leitzins zum zehnten Mal in Folge um 25 Basispunkte angehoben und eine Fortsetzung ihrer Politik moderater Zinserhöhungen signalisiert. Der US-Leitzins liegt nun so hoch wie seit vier Jahren nicht mehr.

HB WASHINGTON. Der als Schlüsselzins geltende Zielsatz für Tagesgeld steige auf 3,5 Prozent, teilte die Fed nach der Sitzung ihres Offenmarktausschusses mit. Analysten hatten mit diesem Schritt gerechnet.

Die Notenbank deutete an, dass weitere Zinserhöhungen folgen könnten, damit das kräftige Wirtschaftswachstum in den USA nicht durch eine Inflation gestört werde. Die Fed bekräftigte, die weiter lockere Geldpolitik könne in maßvollem Tempo beendet werden. Mit dieser Formulierung signalisieren die Währungshüter seit Monaten, dass die Leitzinsen in moderaten Schritten angehoben werden.

Die Auf- und Abwärtsrisiken für die Preisstabilität und das Wachstum der Wirtschaft hielten sich in etwa die Waage, bekräftigte die Notenbank. Auf konjunkturelle Veränderungen werde sie reagieren, sofern dies zur Stabilisierung der Preise erforderlich werde.

„Die Inflation war in den jüngsten Monaten verhältnismäßig niedrig und die Erwartungen sind, dass die Teuerung verhalten bleibt“, hieß es von der US-Notenbank. Das Wirtschaftswachstum sei nach wie vor stark. Nach wie vor sei die Konsumfreude groß, auch vom Arbeitsmarkt gebe es positive Signale. Allerdings bereite die hohen Energiepreise Sorge.

Dollar reagierte zeitweise mit leichten Verlusten

Nach dem Schritt der Fed wurde erwartet, dass auch die kommerziellen amerikanischen Banken ihre Zinsen für Verbraucher- und Geschäftskredite um 0,25 Basispunkte auf dann 6,5 Prozent erhöhen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält seit Juni 2003 den Leitzins auf dem historischen Tief von 2,0 Prozent. Der Dollar reagierte zum Euro zeitweise mit leichten Kursverlusten. Die US-Börsen legten etwas zu.

Die Fed legt die Zinsen für kurzfristige Kredite zwischen den Banken fest. Es ist ihr wichtigstes Mittel zur Beeinflussung der wirtschaftlichen Aktivität.

US-Präsident George W. Bush betonte am Dienstag in Crawford (Texas), dass die amerikanische Wirtschaft schneller wachse als in jeder anderen bedeutenden Industrienation. „Die Konjunktur ist stark und es gibt die Basis für ein auch anhaltendes Wachstum“, sagte Bush nach einem Treffen mit seinen Wirtschaftsberatern. Auch der Arbeitsmarkt entwickele sich gut. „Wir haben im Juli 200 000 Jobs geschaffen und seit Mai 2003 sind vier Millionen Arbeitsplätze entstanden."

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