Zinserhöhungen wahrscheinlich: Neuer Fed-Chef setzt Greenspan-Politik fort

Zinserhöhungen wahrscheinlich
Neuer Fed-Chef setzt Greenspan-Politik fort

Die US-Notenbank wird vorerst offenbar an ihrer Politik festhalten. Der neue Fed-Chef Ben Bernanke deutete bei seinem ersten Währungsberichts im Kongress weitere Leitzinserhöhungen an.

HB WASHINGTON. Greenspan-Nachfolger Bernanke warnte vor wachsenden Inflationsrisiken für die US-Wirtschaft, die weiter steigende Zinsen erfordern könnten. Es bestehe die Gefahr, dass die US-Wirtschaft ohne Gegensteuern der Zentralbank (Fed) die Inflation anheizen könne.

“Die jüngsten Daten zur Beschäftigung und zum Einzelhandel haben gezeigt, dass die US-Konjunktur in der Spur ist“, sagte der ehemalige Princeton- Wirtschaftsprofessor. Dabei bestehe aber die Gefahr, dass das US-Wachstum „den nachhaltigen Pfad überschießen könnte“.

Vor allem die hohen Energiekosten und die Möglichkeit eines Abschwungs am boomenden Immobilienmarkt stellten Risiken dar. Insgesamt sei die US-Wirtschaft nach einem starken vergangenen Jahr auf gutem Wachstumskurs.

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Die Aussagen von Bernanke dürften Erwartungen bestärken, dass die US- Notenbank ihren Leitzins wenigstens noch zwei Mal in diesem Jahr anheben wird. Ende Januar hatte die Fed ihren Zielsatz für Tagesgeld um 25 Basispunkte auf 4,5 Prozent erhöht. Es war die 14. Erhöhung um diesen Betrag in Folge. An den Terminmärkten ist eine weitere Zinserhöhung um einen Viertel Prozentpunkt für die Fed-Sitzung am 28. März fest eingepreist.

Bernanke hatte Anfang Februar die Nachfolge von Alan Greenspan (79) angetreten, der nach mehr als 18 Jahren im Amt in Pension ging.

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