Zinskorridor für den Geldmarkt blieb ebenfalls unverändert
EZB rührt Leitzinsen nicht an

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Leitzinsen wie weithin erwartet unverändert gelassen. Damit bleibt der zentrale Satz für zweiwöchige Refinanzierungsgeschäfte bei 2,00%.

HB FRANKFURT. Wie üblich verwies die EZB auf die Pressekonferenz um 14.30 Uhr MEZ. Der neue EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wird zum ersten Mal Entscheidung der Währungshüter vor den Medien begründen.

EZB-Beobachter sind gespannt, wie Trichet im Vergleich zu Wim Duisenberg, der am 31. Oktober in den Ruhestand gegangen ist, die Beweggründe der Zentralbank darlegen wird. Dem Franzosen wird eine geschicktere Rhetorik nachgesagt als dem bisweilen sehr direkten Duisenberg.

Der Beschluss, die Zinsen unverändert zu lassen, war an den Finanzmärkten erwartet worden. Mit der siebten Zinssenkung im Juni hat die EZB nach überwiegender Einschätzung von Volkswirten den tiefsten Leitzins in diesem Konjunkturzyklus erreicht und wird ab Mitte nächsten Jahres eine erste Zinserhöhung ins Auge fassen. Die lange erhoffte wirtschaftliche Besserung nimmt allmählich Konturen an, so dass aus Sicht der EZB die Zinsen nicht weiter gelockert werden können, ohne einen unerwünschten Preisanstieg zu riskieren. Einige Analysten halten allerdings eine weitere Zinssenkung in den kommenden Monaten für möglich, wenn der Euro-Dollar-Kurs erneut in die Höhe schnellen und die Konjunkturerholung in der Euro-Zone zunichte machen sollte.

Die Zentralbank ließ auch den Zinskorridor für den Geldmarkt unverändert. Die Sätze dafür betragen weiterhin 1,00 Prozent für Übernachteinlagen der Banken bei der EZB und 3,00 Prozent für Übernachtkredite.

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