Zinspolitik
EZB gibt deutliche Signale

vDie EZB betont auch in ihrem Monatsbericht „große Wachsamkeit“ – und bekräftigt damit ihre Bereitschaft, im September den Leitzins in der Euro-Zone zu erhöhen. Die Zinsen im Euro-Raum würden dann über die Vier-Prozent-Marke springen und mit 4,25 Prozent den höchsten Stand seit sechs Jahren erreichen.

HB FRANKFURT. Mittelfristig gebe es Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten EZB-Monatsbericht. „Große Wachsamkeit ist daher von entscheidender Bedeutung, um zu gewährleisten, dass die Risiken für die Preisstabilität auf mittlere Sicht nicht zum Tragen kommen.“ Die Geldpolitik sei derzeit „immer noch eher akkommodierend“, stütze also die Wirtschaft.

Allerdings behalten die Währungshüter auch die von Nervosität geprägten Finanzmärkte im Auge. Damit lässt die EZB sich nach Ansicht von Analysten eine Hintertür offen, um sich anders zu entscheiden, wenn etwas Unvorhergesehenes an den Finanzmärkten geschieht.

EZB-Präsident Hean-Claude Trichet hatte nach der spontan einberufenen Pressekonferenz vergangene Woche bereits eine Zinserhöhung in Aussicht gestellt. Er sprach von „großer Wachsamkeit“, eine Formulierung, mit der die EZB fast alle acht Zinserhöhungen seit Ende 2005 einen Monat im Voraus angekündigt hatte.

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