Zinsschritt erfolgt möglicherweise erst 2004
Fed-Vertreter: Keine Zinserhöhung in den USA in Sicht

Die Präsidenten der Federal Reserve Bank of Sant Francisco und St Louis, Robert Parry und William Poole, sehen keine Notwendigkeit für eine baldige Zinserhöhung in den USA. Sie begründeten ihre Meinung damit, dass bei dem derzeitigen Wirtschaftsaufschwung die Inflationsrate auf einem ungewöhnlich niedrigem Niveau liegt.

Reuters NEW YORK. Die Verbraucherpreise in den USA sind im Juli gegenüber dem Vormonat um lediglich 0,2 % gestiegen.

Parry sagte am Donnerstag in einer Rede über die Wirtschaftsaussichten des Landes in San Diego: „Es ist die erste Expansion (in den USA) seit 40 Jahren, die mit einer niedrigen Inflation beginnt. So sei eine schnelle Zinserhöhung nicht notwendig. Es gebe außerden noch Risiken bei dem Aufschwung. Parry nannte dabei den Anstieg der Hypothekenzinsen, der die Verbraucherausgaben beenträchtigen könnte.

Poole sagte am Donnerstag vor dem Global Interdependence Centre in Philadelphia, es wäre nicht logisch, bei einer niedrigen Inflation den Tagesgeldsatz von einem Prozent zu erhöhen.

Die Anleger an den US-Anleihemärkten sehen nach den jüngsten Anzeichen für eine deutliche Belebung der US-Wirtschaft eine höhere Chance für eine baldige Zinserhöhung. Sie schenkten dabei wenig Beachtung den Aussagen der Fed-Präsidenten, dass die Zinsen für eine längere Zeit niedrig bleiben werden. Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen am Donnerstag auf dem höchsten Stand seit neun Monaten. Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihen legte dabei auf 1,99 % zu. Der Präsident der Federal Reserve Bank of Dallas prognostizierte für das laufende Quartal ein Wirtschaftswachstum in den USA von 3,5 bis vier Prozent.

Nach der jüngsten Reuters-Umfrage erwartet eine Mehrheit der Anleihe-Händler an der Wall Street als nächsten Zinsschritt der US-Notenbank eine Zinserhöhung, allerdings erst 2004 oder 2005.

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